Kreis Groß-Gerau sucht weitere Wohnungen für Geflüchtete

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(Symbolfoto: mastersenaiper auf Pixabay)

Wachsende Zahl von geflüchteten Menschen kommt an

Aktuell kommen rund 80 Menschen jede Woche in den Kreis Groß-Gerau, die dem Kreis aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen zugewiesen wurden. Unter ihnen sind aus der Ukraine geflüchtete Menschen, aber auch Asylbewerber*innen aus unterschiedlichsten Ländern. Die Tendenz ist steigend, wie Oliver Hegemann, Fachbereichsleiter Soziale Sicherung bei der Kreisverwaltung, sagt. Bis zum Jahresende habe der Kreis mit wöchentlich bis zu 100 Zuweisungen zu rechnen. Seit Kriegsbeginn in der Ukraine im vergangenen Februar sind 2600 Menschen aus dem angegriffenen Land vom Kreis Groß-Gerau registriert und untergebracht worden.

All diese Menschen müssen ein Dach über dem Kopf bekommen. Darum ist der Kreis dankbar für jede Unterstützung, denn er möchte die Hilfesuchenden möglichst dezentral unterbringen, nicht nur in Hotels und Pensionen. Aus der Bevölkerung heraus wurden glücklicherweise bereits viele Wohnungen angeboten, heißt es aus der Sozialen Sicherung: 160 Mietverträge hat der Kreis bereits abgeschlossen.

Weitere Wohnungsangebote sind willkommen, denn der Kreis stößt bei der Unterbringung an seine Grenzen, wie Landrat Thomas Will in der jüngsten Bürgermeisterdienstversammlung erklärte. Ziel ist es, nicht erneut eine Sporthalle für den Sportbetrieb sperren und als Unterkunft für geflüchtete Menschen einrichten zu müssen. Darum bat der Landrat auch die Kommunen um Unterstützung. Zum Beispiel könnten leerstehende Büros, die sich schnell umbauen lassen, eine weitere Option sein. Wer also solche Räumlichkeiten kennt oder selbst eine Wohnung vermieten möchte, kann sich an den Kreis wenden. Kontakt: Olga Stüwe, Telefon 06152/989638, Mail o.stuewe@kreisgg.de.

(Text: PM Kreis Groß-Gerau)