Bewegungsförderung: Startschuss für „Sporthelfer“-Programm

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Staatssekretär Dr. Manuel Lösel und der stellvertretende Geschäftsführer der Sportjugend Hessen, Dr. Daniel Illmer, haben an der Heinrich-Mann-Schule Dietzenbach den offiziellen Startschuss für das Sporthelfer-Programm gegeben. (Foto: Hessisches Kultusministerium)

Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass sich junge Menschen weniger bewegen. Um diesem Trend entgegenzuwirken, stärkt das Land mit neuen Programmen wie „Sporthelferinnen und Sporthelfer in Hessen“ die Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen.

Staatssekretär Dr. Manuel Lösel und der stellvertretende Geschäftsführer der Sportjugend Hessen, Dr. Daniel Illmer, haben an der Heinrich-Mann-Schule Dietzenbach den offiziellen Startschuss für das Sporthelfer-Programm gegeben. Dabei erklärte Lösel: „Das Besondere an ‚Sporthelferinnen und Sporthelfer in Hessen‘ ist, dass Schülerinnen und Schüler von ihren Lehrkräften gezielt ausgebildet werden, damit sie später den Pausensport organisieren, bei der Ausrichtung der Bundesjugendspiele helfen oder wichtige Aufgaben in ihrem Sportverein übernehmen können. Mit unserem neuen Programm kommen wir nicht nur einem Kernanliegen unserer Regierungsarbeit – der Stärkung unserer Vereine – nach, sondern fördern auch die Bewegung junger Menschen in der Schule.“

Erfolgreiches Vorbild NRW

Das Sporthelfer-Programm stammt ursprünglich aus Nordrhein-Westfalen, wo seit dem Jahr 2001 bereits mehr als 80.000 Sporthelferinnen und Sporthelfer ausgebildet werden konnten. Bei dem Programm erhalten Schülerinnen und Schüler im Alter von 13-17 Jahren an ihrer Schule eine sportartübergreifende Ausbildung durch ihre Sportlehrkräfte, die vorab in einer Qualifizierungsmaßnahme auf die Sporthelfer-Ausbildung vorbereitet wurden. Zusätzlich ist die Einbindung der örtlichen, mit der Schule kooperierenden Sportvereine vorgesehen. Die Sportjugend Hessen hat das Programm nun in angepasster Form auf Hessen übertragen. Der stellvertretende Geschäftsführer der Sportjugend Hessen, Dr. Daniel Illmer, zeigte sich erfreut über den Start des Pilotprojekts in Hessen: „Erstens trägt das Programm in besonderer Weise zur Bewegungs- und Gesundheitsförderung junger Menschen bei und zweitens stellt es die Weichen für ein ehrenamtliches Engagement im Sport.“ Beides habe unter der Corona-Pandemie leider stark gelitten. „Als Jugend- und Sportverband bemüht sich die Sportjugend Hessen deswegen gerade sehr, Bewegungsangebote in Schule und Sportverein zu unterstützen sowie den Nachwuchs im Bereich des Ehrenamtes zu fördern.“

„Der Nutzen des Programms ist vielfältig“, ergänzte Staatssekretär Lösel. In erster Linie seien die beteiligten jungen Menschen die Profiteure. „Sie erhalten erste Grundlagen als Nachwuchs-Übungsleiter, lernen Bewegungs- und Sportangebote kennen und üben den Rollenwechsel vom Lernenden zum Anleitenden.“ Erfahrungsberichte aus Nordrhein-Westfalen zeigten, dass viele der heute dort tätigen Sportlehrkräfte, Übungsleiterinnen und Übungsleiter ihre ersten Impulse durch das Sporthelfer-Programm erhalten hätten. „Das frühzeitige Ausbilden junger Menschen ist ein wichtiger Ansatz, um sie langfristig im Sport zu binden. Ich danke allen Beteiligten sehr für ihr Engagement und bin schon gespannt auf die ersten Rückmeldungen unserer Schulen“, hielt Lösel abschließend fest.

Weitere Informationen zum Sporthelfer-Programm.

(Text: PM Hessisches Kultusministerium)