Odenwaldkreis: Vortrag zur Aktionswoche “Chancengleichheit am Arbeitsmarkt”

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Julia Grünewald, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) des Kommunalen Job-Centers Odenwaldkreis, bei ihrem Vortrag im Rahmen der Aktionswoche. (Foto: Odenwaldkreis)

Auch in diesem Jahr fand in Hessen wieder die Aktionswoche „Chancengleichheit am Arbeitsmarkt“ statt. Dabei wurden vielerorts Veranstaltungen speziell für Frauen rund um die Themen Arbeitswelt und Erwerbstätigkeit angeboten. Wie bereits im Vorjahr unterstützte das Kommunale Job-Center Odenwaldkreis (KJC) diese Aktion mit einem interessanten Vortrag für seine Kundinnen.

Julia Grünewald, die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) des KJC, war hierfür beim Maßnahmenträger InA gGmbH in Erbach zu Gast. Unter dem Titel „Der Arbeitsmarkt braucht euch“ informierte sie Maßnahmenteilnehmerinnen über Möglichkeiten, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Sie bestärkte die Frauen darin, ihr Potenzial auszuschöpfen, sich zu trauen, Neues auszuprobieren und Qualifizierungsangebote zu nutzen.

Überall fehlen Fachkräfte

„Es fehlen überall Fachkräfte. Die Chancen für einen beruflichen (Wieder)Einstieg sind aktuell sehr gut. Deshalb sollten Sie diese nutzen. Die Vermittlungscoachs des Kommunalen Job-Centers unterstützen Sie dabei gerne. Dafür müssen diese allerdings wissen, was ihre Ziele sind und welche Hindernisse es gibt, um diese Ziele zu erreichen. Scheuen sie sich nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen“, appellierte Julia Grünewald an die Frauen.

Das KJC bietet regelmäßig unter anderem Maßnahmen, in denen Teilnehmende ihre digitalen Kenntnisse zielgerichtet erweitern und festigen können. Kenntnisse, die in fast allen Branchen immer wichtiger werden und mit denen Arbeitsuchende bei potenziellen Arbeitgebern punkten können.

Ziel sollte langfristig immer eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sein

Auch Ausbildungsmöglichkeiten wurden im Gespräche mit den Frauen thematisiert. Eine Teilzeitausbildung kann dabei besonders für diejenigen interessant sein, die Familie und berufliche Weiterbildung miteinander vereinbaren müssen. Zudem ist eine (Teilzeit)Ausbildung unter Umständen auch der Schritt weg vom „Minijob“ und hin zu einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, wie die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt weiter erklärte. Sie rät von diesem Job-Modell ab, habe es doch vor allem in der Corona-Krise seine Schwächen nochmal verdeutlicht. Denn oftmals waren es die Minijobs, die in der Krise als erstes gekündigt wurden. Das Ziel sollte deshalb langfristig immer eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sein – mit all den Vorteilen, wie geregelten Arbeitszeiten, Einzahlung in die Rente sowie Anspruch auf Kurzarbeitergeld, wenn es wirtschaftlich mal schlechter läuft – und das sowohl für Frauen, als auch für Männer.

Deshalb steht Julia Grünewald auch Kundinnen und Kunden des Kommunalen Job-Centers gleichermaßen bei Fragen rund um das Thema Chancengleichheit am Arbeitsmarkt unter Telefon 06062/70 – 1994 oder per E-Mail an j.gruenewald@odenwaldkreis.de gerne zur Verfügung.

(Text: PM Odenwaldkreis)