Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg eröffnet die 74. Frankfurter Buchmesse

334
Eröffnungsfeier der Frankfurter Buchmesse 2022: König Felipe VI und Königin Letizia von Spanien und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Gattin Elke Büdenbender. (Foto: Marc Jacquemin)

Als offizielle Vertreterin der Stadt Frankfurt am Main hat Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg am gestrigen Dienstag, 18. Oktober, gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, dem spanischen König Felipe VI und dem Hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein die 74. Frankfurter Buchmesse eröffnet. Dabei bezeichnete Eskandari-Grünberg die Bücherschau als „immens bedeutend“ für Frankfurt, aber auch für den Erhalt der Demokratie.

Ministerpräsident Boris Rhein und Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg während der Eröffnung der Buchmesse. (Foto: Marc Jacquemin)

Das Motto der Buchmesse 2022 – translate, transform, transfer – passe sehr gut zu Frankfurt, betonte die Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin. Wie in der Literatur gehe es in der Stadtgesellschaft darum, Inhalte und Werte zu übersetzen und die Menschen davon zu überzeugen: „Wenn es gelingt, die übergeordneten Werte der freiheitlich-demokratischen Gesellschaft als das Verbindende anzuerkennen, dann ist der, Transfer‘ gelungen.“

Sie selbst sei aus einem Land geflohen, in dem es keine Demokratie und Meinungsfreiheit gebe, daher wisse sie Veranstaltungen wie die Frankfurter Buchmesse besonders zu schätzen. „Es gibt keine andere Stadt, die so gut zu der Buchmesse passt wie Frankfurt. Die Themen, die auf der Buchmesse diskutiert werden, spiegeln sich in Frankfurt wider. Das hat auch etwas mit der Paulskirche zu tun – als dem wichtigsten Ort für demokratische Debatten“, sagte Eskandari-Grünberg.

Auf die Paulskirche und die Nationalversammlung von 1848 ging auch König Felipe VI ein. Er lobte den Mut der Deutschen und erinnerte an die Entwicklung Spaniens von der Franco-Diktatur hin zu einer offenen Demokratie.

Dass Demokratie und der gesellschaftliche Zusammenhalt keine Selbstläufer sind, hob Eskandari-Grünberg hervor. „Das geht nicht immer nur harmonisch.“ Es gehe darum, die Diversität, das Anderssein, anzuerkennen. Sie fühle sich verpflichtet, „diese Prozesse zu steuern und zu moderieren“.

(Text: PM Frankfurter Buchmesse)