Wie Michelstadt in der Energiepreiskrise mit seinem Weihnachtsmarkt umgeht

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Einkaufsgassen auf dem Michelstädter Weihnachtsmarkt. (Foto: Pressestelle Stadt Michelstadt)

„Advent, Advent, kein Lichtlein brennt “ wird es in Michelstadt nicht geben

Nach jetzigem Stand wird die Energiepreiskrise keinen Einfluss auf den Start und die Dauer des Michelstädter Weihnachtsmarktes haben. Davon geht Dr. Tobias Robischon nach Gesprächen mit Versorgern aus. Die Stadt habe die Kostenentwicklung im Blick, und dies nicht erst seit Bekanntwerden der Krise. Weder Besucher noch Beschicker werden im Dunkeln tappen, wenn am 25. November der Weihnachtsmarkt seine Pforten öffnet, versichert der Bürgermeister.

„Wir lieben unseren Weihnachtsmarkt und haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass er auch 2022 alle Besucher verzaubert“, sagt Robischon und verweist auf das vergangene Jahr, als die Michelstädter Bürger, Firmen und Vereine an einem Strang zogen und selbst unter widrigen Bedingungen „ihren“ Markt eröffneten, seinerzeit den einzigen weit und breit. „Weihnachtsmärkte stärken gerade in Krisenzeiten wie diesen den Zusammenhalt“, unterstreicht Robischon. „Das Miteinander ist jetzt also noch wichtiger als zuvor.“

Gerade in der Adventszeit spielt Licht eine besondere gar tragenden Rolle

Licht im Advent, an Weihnachten und zur dunklen Jahreszeit ist unverzichtbar. Gerade in der Adventszeit spielt Licht eine besondere gar tragenden Rolle. Kerzen auf dem Adventskranz, Lichterkette am Weihnachtsbaum und funkelnde Adventssterne am Fenster. „Ohne das geht es einfach nicht, nicht daheim und nicht auf einem der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands“, stellt der Leiter des Michelstädter Kulturamtes, Heinz Seitz, fest. All das gehöre zur Vorweihnachtszeit dazu, wie auch die Geselligkeit und die typischen Gerüche, die fundamental für einen solchen Markt sind.

Es sei ein Irrglaube, so Seitz, dass just auf einem Weihnachtsmarkt das Einsparpotential ein großes sei. „Denn, wer eine derartige Rechnung aufmacht muss auch ins Kalkül ziehen, dass für Michelstadt nichts gewonnen ist, wenn aufgrund fehlender Weihnachtsstimmung die Besucherzahlen nach unten gehen, der Handel unmittelbar leidet und das Image des Marktes über Jahre hinaus ramponiert ist“, ist Seitz überzeugt. Es müsse eine Balance gefunden werden, die alle Aspekte berücksichtigt. „Und, die werden wir auch 2022 finden“, ist der Marktmacher überzeugt.

„Es darf keine Maßnahmen geben, die gegen die Herzen der Menschen laufen“

Licht hat einen großen Einfluss auf Stimmung, Lust und allgemeines Wohlbefinden. Die saisonale Depression vieler Menschen im Herbst geht auch auf die trüben Lichtverhältnisse zurück. „Es darf keine Maßnahmen geben, die gegen die Herzen der Menschen laufen“, zitiert Bürgermeister Robischon daher Markus Lewe, den Präsidenten des Deutschen Städtetags. Und genau deshalb sei das emotionale Erlebnis eines Weihnachtsmarktbesuches so wichtig. Michelstadt wolle genau das auch in diesem Jahr für alle Besucher möglich machen, trotz oder gerade wegen der herausfordernden Rahmenbedingungen. Nicht zu vergessen sei die Bedeutung von Licht auch im religiösen Kontext, sagt der Bürgermeister der Odenwaldkommune. „Hoffnung, Zuversicht und Miteinander – das ist unser Fokus, daran arbeiten wir in Michelstadt! Das Ergebnis unserer vielseitigen Bemühungen kann jeder ab dem 25. November selbst in Augenschein nehmen.“

Der Michelstädter Weihnachtsmarkt besticht durch sein einheitliches Konzept im Herzen der Altstadt auf dem und rund um den Marktplatz mit seinem weltbekannten historischen FachwerkRathaus aus dem Jahre 1484. Besonderes Highlight sind die lebensgroßen Holzfiguren, die auf dem Weihnachtsmarkt vom 25. November und dem 23. Dezember verteilt sind. Knapp 100 Holzbuden verteilen sich in den Gassen der mittelalterlichen Altstadt.

(Text: PM Stadt Michelstadt)