Schulaktion in Mörfelden-Walldorf: Wildpflanzen am Wegesrand

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Fleißige Siebtklässler kümmerten sich bei einem Aktionstag um die Neubepflanzung an einem Durchgangsweg der Bertha-von-Suttner-Schule in Mörfelden-Walldorf. (Foto: Kreisverwaltung)

Einen erfolgreichen Projekttag verbrachten Siebtklässler*innen der Bertha-von-Suttner-Schule in Mörfelden-Walldorf. Die Mitglieder des Wahlpflicht-Kurses „Schulgarten“ aus der Klassenstufe 7 nahmen an einer Pflanzaktion teil. Dabei gestalteten sie einen Durchgang zu den Schulcontainern neu. Die Schule arbeitete mit dem Gebäudemanagement der Kreisverwaltung sowie mit der Diplom-Biologin Eva Distler zusammen.

„Ziel war, die beiden Randstreifen am Weg artenreich mit vielen Wildpflanzen anzulegen“, sagt Sylvia Finke-Mohr, die vom Kreis mit dem Projekt betraut war. Die Pflanzen sind mageren, trockenen Standorten angepasst und dienen vielen Insekten und Tieren als Nahrungsquelle. Die Fläche soll nur einmal im Jahr nach dem Winter gemäht werden, so dass abgetrocknete Pflanzenstiele auch als Überwinterungsquartier für Kleinlebewesen genutzt werden können und die Fläche so wenig wie möglich gestört wird.

Insgesamt wurden 552 Wildstauden auf den Flächen verteilt. Zudem pflanzten die Schüler*innen unter Aufsicht 2500 Blumenzwiebeln und Knollen. Die Aussaat der Wildblumen-Saatmischung übernahm Eva Distler. Im Anschluss wurden die Flächen mit Rechen begradigt. Einige Schüler waren von der Aktion so begeistert, dass sie sogar das Anwalzen des Saatguts noch selbst übernahmen.

Zur Vorbereitung des Projekttags war die Gesamtfläche von knapp 320 Quadratmetern bearbeitet worden: Bewuchs wurde entfernt, der Boden auf 20 Zentimeter Tiefe abgezogen, Brombeeren wurden zurückgeschnitten, neuer unkrautfreier Unterboden-Sand wurde ausgebracht und unkrautfreier Grünkompost war zur Ausbringung des Saatguts angeliefert worden.

Da die Schule ihren eigenen Schulgarten vorbildlich versorgt, war das nötige Arbeitsgerät vorhanden, wie z.B. Gießkannen, Schubkarren, Handschuhe, Schaufeln und Spaten.
Das Projekt soll in der nächsten Zeit weitergehen. Die Schüler*innen könnten im Werkunterricht zum Beispiel selbst für Bienenhotels, Sitzgelegenheiten und einen kleinen Zaun für die Flächen sorgen. Zudem können sie weitere Blumenzwiebeln nachpflanzen.

(Text: PM Kreis Groß-Gerau)