Frankfurt: Mit „Wumms“ gegen Abfall und Dreck

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Benjamin Scheffler mit Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg. (Foto: Felix Wachendörfer)

Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg fordert mehr Solidarität für den öffentlichen Raum – Bahnhofsviertel als große Aufgabe

Bürgermeisterin Nargess-Eskandari-Grünberg hat das starke ehrenamtliche Engagement für die Sauberkeit in der Stadt Frankfurt als „wichtige Arbeit an der Basis von Gemeinschaft“ und als „Akt der Liebe zur eigenen Stadt“ gewürdigt. Zugleich forderte sie mehr Solidarität im Umgang mit dem öffentlichen Raum der Großstadt.

Jeder kann mithelfen sich in der Stadt wohlzufühlen

„Jede und jeder muss sich anstrengen, damit wir alle uns in unserer Stadt wohler fühlen können. Damit Freude auf Begegnungen wachsen und auch in schwierigen Zeiten das Lächeln auf die Gesichter zurückkehren kann“, sagte sie am vergangenen Freitag bei der Ehrung der Sauberkeitspatinnen und Sauberkeitspaten. Im gleichnamigen Programm der FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) sind 415 Frankfurterinnen und Frankfurter engagiert – so viele wie nie zuvor.

Sauberkeitspatinnen und Sauberkeitspaten übernehmen ganzjährig Verantwortung für einen Weg, eine Straße, eine Kreuzung, eine Grünanlage und halten diese sauber. Das Programm existiert seit dem Jahr 2000 und wird inzwischen von anderen Städten kopiert.

Die Bürgermeisterin dankte auch der Gastronomie und Veranstaltungsbranche. Ihr Wiederaufleben nach dem Wegfall der meisten Coronabeschränkungen in diesem Sommer habe das Freizeitleben vieler Menschen strukturiert und den öffentlichen Raum etwas entlastet, sagte Eskandari-Grünberg. Allerdings bleibe viel zu tun. „Das Bahnhofsviertel ist eine große Aufgabe für die gesamte Stadtpolitik“, betonte die Bürgermeisterin. Auch andere Teile der Stadt müssten wieder ein „freundlicheres Gesicht“ bekommen.

„Wumms“ des zivilen Engagements

FES-Geschäftsführer Benjamin Scheffler sprach von einem „Wumms“ des zivilen Engagements. Zusätzlich zu den Paten habe es in zwölf Monaten rund 140 Einzelaktionen in den Stadtteilen mit hochgerechnet 3800 Teilnehmern gegeben. Zudem sei der stadtweite Cleanup inzwischen fest im Kalender der Stadt etabliert. Trotz schlechten Wetters waren Anfang April an zwei Tagen 2700 Menschen gekommen, um herumliegenden Abfall zu sammeln.

Das zusammen mit der Stadt Frankfurt vorangetriebene Projekt „Reinigung aus einer Hand“ sei auf einem guten Weg, sagte Scheffler. Dabei werden nach und nach die Grünflächen der Stadt Frankfurt in die Reinigungsverantwortung von FES übertragen. „Die Rückmeldungen aus der Bürgerschaft stimmen uns positiv, und auch unsere eigenen Qualitätsmessungen legen nahe, dass es dort schon sauberer geworden ist“, bilanzierte Scheffler. Dieser im letzten Jahre eingeleitete Prozess werde auch 2023 weiter gehen.

Auch andere städtische Investitionen in die Straßenreinigung machten sich bezahlt, sagte Scheffler. Im vergangenen Jahr war mit CleanFFM Express eine neue Sauberkeitseinheit gegründet worden, die abends und an Wochenenden saisonale Sauberkeitshotspots reinigt. „Spätestens rund um die Eintracht-Feierlichkeiten hat diese Einheit ihre Feuertaufe bestanden“, sagte der FES-Geschäftsführer.

(Text: PM FES)