Sitzung der Task-Force „Kommunale Energieversorgung” in Darmstadt

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(Symbolfoto: Pixabay)

OB Partsch: „Weiter wichtig, sorgsam und vorausschauend mit dem Verbrauch von Gas und Strom umzugehen“ / Flyer informiert über vielfältige Beratungsmöglichkeiten

Im Rahmen ihrer sechsten Sitzung hat die von Oberbürgermeister Jochen Partsch eingerichtete städtische Task-Force „Kommunale Energieversorgung“ über den Stand der Umsetzung von laufenden Maßnahmen beraten und erneut an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, sorgsam beim Verbrauch von Energie – vor allem Strom und Gas – umzugehen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt selbst hat sich, wie berichtet, für die kommenden Monate ein Einsparziel von 20 Prozent vorgenommen.

„Die Situation ist unverändert herausfordernd“, fasste Oberbürgermeister Partsch eingangs die Einschätzung der aktuellen Lage zusammen. „Zwar ist das Ziel der Bundesregierung, die nationalen Gasspeicher am 1. November zu 95 Prozent gefüllt zu haben, mit nunmehr 98,5 Prozent sogar übertroffen worden, was sich nicht zuletzt dem warmen Oktober verdankt; die Versorgungssicherheit ist aktuell gewährleistet. Aber es kann eben auch eine Verschlechterung nicht ausgeschlossen werden. Die Großhandelspreise schwanken stark; Unternehmen sowie Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich auf weiter steigende Gaspreise einstellen. Es gilt weiterhin, Energie sparsam zu nutzen.“

Nationale Gasmangellage vermeiden

Unterm Strich, so Partsch, gehe es darum eine nationale Gasmangellage zu vermeiden; „diesem Ziel dienen alle Einsparanstrengungen.“ Im Bestand ihrer eigenen Immobilien ist die Wissenschaftsstadt Darmstadt damit gut vorangekommen. Beim hydraulischen Abgleich sind die Heizungsanlagen schon für ein Drittel der städtischen Liegenschaften optimiert worden. Als erfolgreich erweist sich in diesem Punkt auch die Ausstattung von Grundschulen mit stationären Lüftungseinrichtungen. Diese wurden im Zuge der Covid-19-Bekämpfung installiert, ermöglichen nun aber auch einen bis zu 30 Prozent niedrigeren Energieverbrauch.

Nach wie vor hoch ist die Nachfrage nach Beratung bei der Entega AG und der bauverein AG. Aktuell arbeitet der Energieversorger daran, die bundesweit für den Dezember angekündigte Entlastung der Verbraucherinnen und Verbraucher umzusetzen. Die bauverein AG berichtete, man habe hinsichtlich des Energieverbrauchs „alles runtergefahren, was runterzufahren geht“. Die steigenden Preise treffen die Mieterinnen und Mieter unterschiedlich; in 45 Prozent der Wohnungen der bauverein AG – jene mit Zentralheizung – wird sich die Erhöhung beispielsweise erst im übernächsten Jahr niederschlagen. Die bauverein AG versicherte noch einmal: „Niemand wird seine Wohnung verlieren, wenn er mit dem Begleichen der Heizkostenrechnung nicht nachkommt.“

Flyer online erhältlich

Erfolgreich verlief auch der Informationsabend am Montag, 31. Oktober, bei dem die Wissenschaftsstadt Darmstadt gemeinsam mit Entega und bauverein die Lage darstellte und auf die vielfältigen Beratungsmöglichkeiten hingewiesen hat – so konnten viele Fragen beantwortet und Unsicherheiten ausgeräumt werden. Die Informationen sind in einem Flyer zusammengefasst, der unter https://www.darmstadt.de/fileadmin/PDF-Rubriken/FlyerEnergie_22_MPS.pdf heruntergeladen geladen werden kann. Tipps zum Energiesparen gibt es zudem im Internet unter www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/klimaschutz/energiespartipps.

Oberbürgermeister Partsch ist währenddessen im konstruktiven Austausch mit weiteren größeren Immobilien- bzw. Wohnungsunternehmen in Darmstadt bezüglich der Umsetzung von Energiesparmaßnahmen.

Eine insgesamt positive Resonanz meldet auch das Sportamt, was die nunmehr mit niedrigeren Luft- bzw. Wassertemperaturen betriebenen Sporthallen und Schwimmbäder betrifft. Das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger sei groß. Die von der Task-Force im September beschlossenen Maßnahmen können im Internet unter www.darmstadt.de/presseservice/einzelansicht/news/4-sitzung-der-taskforce-kommunale-energieversorgung nachgelesen werden.

(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)