Mauersegler in Königstein: Umweltbeauftragte prüft diesjährige Nistkästen am Rathaus

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Mulde aus wenigen Grashalmen und Federchen – fertig ist das Nest. (Foto: Stadt Königstein)

Junge Mauersegler werden wirklich nicht verwöhnt. Das Nest der Flugkünstler ist äußerst spartanisch: einige Grashalme und Federn werden von den Elterntieren mit Speichel verklebt und bilden eine flache Mulde. Davon konnte sich vor kurzem auch die Umweltbeauftragte Birte Sterf in Königstein überzeugen.

Wie berichtet, wurden dieses Frühjahr bereits die Nistkästen an der Nordostseite des Rathauses zum Parkplatz Milchhof von Mauerseglern bezogen. Vor kurzem wurden nun die Fenster am Rathaus gereinigt und der städtische Hubsteiger kam für die hohe Außenfassade zum Einsatz.

Diese Gelegenheit nutze Birte Sterf, um die Mauerseglerappartements zu kontrollieren. „Mauersegler sind sehr reinlich. An der Rathausfassade waren keine Spuren zu finden und außer der Nistmulde war nichts in den Kästen zu entdecken“, so Birte Sterf. Die Nester werden daher auch nicht entfernt. Während andere Vogelarten in der Regel jedes Jahr ein neues Nest bauen, möchten Mauersegler ihr Heim gerne wieder so vorfinden, wie sie es im Jahr zuvor verlassen hatten.

„Nun hoffen wir, dass unsere Rathaussegler die weite Reise nach Afrika und ihren Rückflug im nächsten Frühjahr gut überstehen und sich eine Mauerseglerkolonie bei uns etabliert“ wünscht sich Bürgermeister Leonhard Helm.

(Text: PM Stadt Königstein)