Wohnungsdurchsuchung bei Hundebesitzerin in Darmstadt: Polizei stellt Tiere sicher und leitet mehrere Verfahren ein

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(Symbolfoto: Free-Photos auf Pixabay)

Wegen des Verdachts des illegalen Tierhandels haben Polizeibeamte des südhessischen Diensthundewesens am gestrigen Donnerstag (17.), unterstützt von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Veterinäramtes, eine Wohnung in Darmstadt durchsucht.

Zeugen hatten im Vorfeld das Veterinäramt über die mutmaßlichen Zustände der Tierhaltung in diesem Haushalt informiert. Weil die Wohnungsinhaberin bereits amtlich bekannt und im Jahr 2020 mit einem Haltungsverbot für Katzen belegt wurde, erfolgte auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt und einem erwirkten Beschluss, die Durchsuchung der Räume.

In der Wohnung stießen die Beamtinnen und Beamten auf fünf Hunde und 20 Welpen, die offenbar nicht tiergerecht gehalten wurden. Doch dem nicht genug. Neben den Tieren wurden zudem mehrere Kaufverträge, Blankoimpfpässe und Gesundheitsbescheinigungen sowie mehrere Chiptransponder sichergestellt. Auch größere Mengen Arzneimittel, die mutmaßlich aus dem Ausland stammen, wurden zur weiteren Untersuchung in amtliche Verwahrung genommen.

Die Tiere wurden sichergestellt und in ein Tierheim gebracht. Gegen die 44-jährige Wohnungsinhaberin und ihrem Mann wurden gleich mehrerer Verfahren, unter anderem wegen des Verdachts der Urkundenfälschung, Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, illegalem Handel mit Tieren und Steuerhinterziehung, eingeleitet. Beide Tatverdächtige werden sich zukünftig strafrechtlich verantworten müssen. Die Ermittlungen dauern derzeit an.

(Text: PM Polizei Südhessen)