Mainly Mozart: Ein neues Festival für Frankfurt und die Region

125
Pressekonferenz zu „ Mainly Mozart - Ein neues Festival für Frankfurt und die Region“ im Clara Schumann Foyer der Alten Oper Frankfurt mit v.l.: Olaf Stötzler/ Orchestermanager der hr Bigband, Michael Traub/ hr-Musikchef und Orchestermanager des hr-Sinfonieorchesters, Dr. Achim Sieben/ persönlicher Referent des Intendanten der Oper Frankfurt, Dr. Ina Hartwig/ Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main, Dr. Markus Fein/ Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper Frankfurt, Prof. Elmar Fulda/ Präsident der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, Dr. Burkhard Bastuck/ Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Museums-Gesellschaft e.V. und Karl-Werner Jörg/ künstlerischer Leiter der Bad Homburger Schlosskonzerte und Vorstandsvorsitzender der Mozart-Gesellschaft Wiesbaden e.V. (Foto: Wonge Bergmann)

Zehn Musikinstitutionen und Veranstalter aus Frankfurt und Rhein-Main, ein Festival, ein Thema: „Mainly Mozart“ heißt es vom 21. bis 30. April 2023, wenn sich die großen Frankfurter Musikakteure mit Unterstützung von Partnern aus der Region für eine gemeinsame Initiative zusammenschließen.

Die Alte Oper Frankfurt, die Frankfurter Museums-Gesellschaft, die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, die hr-Bigband, das hr-Sinfonieorchester und die Oper Frankfurt haben gemeinsam ein neues Festivalformat entwickelt, das künftig alle zwei Jahre ein anderes Thema in den Fokus rückt. Das titelgebende „Mainly“ versteht sich dabei nicht nur als Anspielung auf die Mainmetropole, sondern lässt bewusst Freiraum, um, vom „Hauptsächlichen“ ausgehend, Verbindungslinien hin zu anderen Genres und Epochen zu verfolgen, Spiegelungen aufzuzeigen, Dialoge zu eröffnen. Auch die Bad Homburger Schlosskonzerte, die Mozart-Gesellschaft Wiesbaden, die Stadt Offenbach und die Primus-Linie sind als Kooperationspartner bei der ersten Auflage des Festivals beteiligt und sorgen gemeinsam mit den Frankfurter Institutionen für ein umfängliches Konzertangebot in der Stadt und der Region.

Innovatives Programm

Das Festival möchte in seiner ersten Auflage Begegnungen mit dem Schaffen Mozarts in seiner gesamten Bandbreite ermöglichen und damit die Geschichte der Mozart-Pflege der Stadt Frankfurt um ein zeitgemäßes Kapitel fortschreiben. Klavierwerke und Kammermusik stehen ebenso auf dem Programm wie Sinfonik und Oper. Mozarts Werke werden dabei nicht nur in klassischen Konzertformaten erfahrbar, sondern auch in innovativen Ansätzen und Konzepten, an außergewöhnlichen Spielstätten sowie – mittels Virtual-Reality-Brille – in der digitalen Welt. Zu den eigens entwickelten Festivalbeiträgen zählen unter anderem ein Konzert, in dem das Publikum zu neuen Hörperspektiven eingeladen ist und mitten im Orchester Platz nimmt, eine „Oper to go“ auf dem Main, eine Begegnung zwischen der Musik Mozarts und dem Jazz, ein Projekt für Amateursängerinnen und -sänger, ein ganzer Tag mit Klaviermusik Mozarts, ein Wandelkonzert, das zu verschiedenen Orten in der Stadt führt, ein Konzert für Kinder, Gesprächskonzerte und vieles mehr. Als Interpreten beteiligt sind die Ensembles der Kooperationspartner – das Frankfurter Opern- und Museumsorchester, die hr-Bigband, das hr-Sinfonieorchester und das Ensemble der Oper Frankfurt –, aber auch das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim, das Hagen Quartett, der Pianist und Dirigent Christian Zacharias, der Pianist Víkingur Ólafsson, die Sopranistin Regula Mühlemann sowie viele weitere Künstlerinnen und Künstler und Ensembles.

Kulturdezernentin Ina Hartwig freut sich über die neue Initiative der Frankfurter Kulturinstitutionen: „Das Ganze ist mehr als die Bündelung seiner Teile – Aristoteles’ Spruch möge sich auch im neuen Mainly Mozart-Festival bestätigen. Denn wenn sich erstmals die großen Musikinstitutionen der Stadt einer gemeinsamen Idee verschreiben, sind neue Impulse für das Kulturleben Frankfurts zu erwarten. Und was könnte in diesen Zeiten, in denen der Kultur und der Musik ein ganz besonderer Stellenwert zukommt, passender sein, als die humane Botschaft der Musik Mozarts in die ganze Stadt zu tragen. Mein Dank gilt aber nicht nur den Köpfen, die dieses Festival entwickelt haben, sondern auch denen, die seine Realisierung ermöglichen – den Förderern und Sponsoren, die aufgeschlossen sind für neue Experimente, neue Formate, neue Wege, die Menschen der Stadt zu erreichen.“

Stellvertretend für die beteiligten Partner erläutert Alte Oper-Intendant Markus Fein, Initiator des Festivals, die Grundidee: „Der eine oder die andere mag sich beim Titel ein wenig an die berühmten New Yorker Mostly Mozart-Festivals erinnert fühlen. In der Tat möchten auch wir mit der Musik Mozarts – und eben nicht nur Mozarts! – die Menschen auf breiter Ebene ansprechen. Das Festival versteht sich jedoch keineswegs nur als Anlehnung an ein traditionelles Format, sondern als Plattform für neue künstlerische Ideen und Formate, die etwa auf Partizipation, auf Musikvermittlung oder auf die Bespielung des öffentlichen Raums setzen. Dass wir dabei dem Publikum nicht nur die verschiedensten Genres vom Soloabend bis zur Oper anbieten können, sondern auch ein üppiges Konzertangebot in der Stadt und im Umland, verdankt sich dem gemeinsamen Gestaltungwillen der beteiligten Partner aus Frankfurt und der Region, einem Zusammenschluss, den es in dieser Form und diesem Ausmaß bislang noch nie gab.“

Förderer einzelner Veranstaltungen
Dr. Marschner Stiftung, DZ Bank, Ernst Max von Grunelius-Stiftung, Gesellschaft der Freunde der Alten Oper Frankfurt, Kulturfonds Frankfurt RheinMain und Stiftung Bad Homburger Schlosskonzerte.

(Text: PM Stadt Frankfurt)