Jugendförderung Mörfelden-Walldorf fährt jetzt mit Elektrobus und elektrischen Lastenfahrrädern

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Umweltfreundlich unterwegs: Die Jugendförderung Mörfelden-Walldorf. (Foto: Stadt Mörfelden-Walldorf)

Die Jugendförderung Mörfelden-Walldorf ist jetzt umweltfreundlich mit Elektro-Bus und Lastenfahrrädern unterwegs. „Nachdem feststand, dass wir einen neuen Bus für die Jugendzentren benötigen, haben wir uns für den Kauf eines zukunftsfähigen modernen Elektro-Busses entschieden. Die Stadt will damit mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, dass wir unsere Klimaziele ernst nehmen“, erklärt Erster Stadtrat und Sozialdezernent Karsten Groß.

Erster städtischer Elektro-Bus

Elektro-Autos gelten als Mobilitätslösung der Zukunft. Sie stoßen lokal keine Abgase aus und belasten dadurch die Umwelt weniger als Autos mit einem Verbrennungsmotor. Auch Harald Herdegen, Abteilungsleiter Soziale Dienste, ist zufrieden. „Es ist der erste städtische Elektro-Bus. Er fährt sehr ruhig auf der Straße, und wir sind unabhängig von fossilen Treibstoffen. Letzteres ist besonders jungen Menschen sehr wichtig. Wir übernehmen also eine Vorreiterrolle.“

Platz bietet der neue Juz-Bus für neun Personen inklusive des Fahrenden. Die Jugendzentren in Mörfelden und Walldorf werden den Bus zukünftig beispielsweise für Ausflüge mit kleinen Jugendgruppen nutzen oder um größere Einkäufe zu erledigen. Aber auch vom Kreis zugewiesene Geflüchtete konnten bereits mit dem Elektro-Bus von Groß-Gerau abgeholt werden „Der Bus kann auch von anderen Ämtern geliehen werden, wenn er von der Jugendförderung nicht benötigt wird“, ergänzt Groß. Er geht davon aus, dass sich auch dort viele Mitarbeiter:innen für den klimaneutralen Fahrspaß begeistern. Um sich im Umgang mit dem Elektro-Bus sicher zu fühlen, gibt es für BFDler (Mitarbeiter:innen aus dem Bundesfreiwilligendienst), Jahrespraktikant:innnen und neue Kolleg:innen der Jugendförderung die Möglichkeit eines Fahrsicherheitstrainings.

Es gab Fördermittel für Elektrobus, Ladestation und Lastenräder

„Wir schätzen, dass der Wagen eine Reichweite von rund 250 Kilometern hat, bevor er wieder aufgeladen werden muss“, sagt Klaus Steinki vom JuKuZ. Geladen wird der Elektro-Bus am neu errichteten Ladepunkt am JuKuZ Mörfelden. Dieser wurde mit 1.500 Euro gefördert. Der Bus selbst kostete 44.000 Euro. Gefördert wurden 10.000 Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz durch das „Sozial und Mobil Flottenaustauschprogramm“.

Neben dem Elektro-Bus freuen sich die Jugendzentren auch über zwei neue elektrische Lastenfahrräder. „Die Lieferzeit hat etwas gedauert und jetzt sind sie endlich da“, freut sich Steinki. Er weiß, dass man nicht davon ausgehen kann, dass jeder BFDLer einen Führerschein hat. „Fahrräder sind in unserer Stadt einfach sinnvoll, man erspart sich die Parkplatzsuche und kommt auf kurzen Strecken manchmal schneller ans Ziel als mit einem Auto. Außerdem bewegt man sich an der frischen Luft“, fasst er die Vorteile zusammen. Mit dem Lastenfahrrad können Einkäufe für die Jugendzentren schnell und klimaschonend erledigt werden. 7.000 Euro kosteten die Lastenfahrräder pro Stück. „Durch die Fördermittel vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle wurden sie für uns aber rund 25 Prozent günstiger“, sagt Groß.

(Text: PM Stadt Mörfelden-Walldorf)