Ukrainische Füchtlinge danken für Solidarität und Unterstützung in Eppertshausen

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Mehr als 90 Personen nahmen an der Veranstaltung teil. (Foto: Gemeinde Eppertshausen)

Gemeinsames Mittagsessen und Unterhaltungsprogramm in der Bürgerhalle

Der 24. Februar 2022 war ein düsterer Tag für die Menschen in der Ukraine und in ganz Europa. Ein Angriffskrieg wurde im Europa des 21. Jahrhunderts gegen ein souveränes Land begonnen. Bereits am 16. März trafen dann auch schon erste Flüchtlinge aus der Ukraine in Eppertshausen ein. Im Laufe der Monate ist die Zahl derer, die in Eppertshausen Schutz vor Putins Terror gesucht haben auf über 100 gestiegen, von denen aktuell noch 82 in Eppertshausen wohnen.

In diesen letzten neun Monaten haben die Eppertshäuserinnen und Eppertshäuser gezeigt, dass sie solidarisch an der Seite dieser Menschen stehen. Mehr als 30 Tonnen Hilfsgüter und Kleidung wurden seit März 2022 aus Eppertshausen für die Ukraine oder die Menschen in unserem Ort gespendet. 24 Familien haben und hatten ihren freien Wohnraum für Flüchtlinge aus der Ukraine zur Verfügung gestellt. Deutschkurse, eine Kleiderkammer, ein Hilfskreis wurden organisiert und betreut, gemeinsame Ausflüge, Kaffeenachmittage, ein Kinonachmittag und ein Grillabend durchgeführt.

Mit einem gemeinsamen Mittagessen haben sich die Ukrainerinnen und Ukrainer am vergangenen Samstag in der Bürgerhalle für diese Solidarität und Unterstützung bei den Ehrenamtlichen und den Vermietern bedankt. Mehr als 90 Personen waren in der festlich geschmückten Bürgerhalle zusammengekommen – und die ukrainischen Familien hatten stundenlang für alle gekocht, gebacken, gebastelt und geschmückt.

Neben den Vermietern, den Tätigen des Ehrenamtskreises und den Verantwortlichen der Gemeindeverwaltung war auch Pfarrer i.R. Harald Christian Röper der Einladung gefolgt und hatte im Namen der Pfarrer-Röper-Stiftung das Haus der Stiftung in Neuerkirch für eine gemeinsame Freizeit der Flüchtlingskinder kostenfrei zur Verfügung gestellt. Für den Fachbereich Soziales der Gemeindeverwaltung bedankten sich die Verantwortlichen bei allen Ehrenamtlichen für die Unterstützung in den zurückliegenden Monaten. Ein besonderes Dankeschön wurde an Kateryna Nyechayeva und Liliya Wölfle gerichtet, die, nicht nur als Übersetzerinnen, allen Beteiligten eine Riesenhilfe waren.

Nach dem Buffett mit Borschtsch und vielen weiteren ukrainischen Spezialitäten hatten die ukrainischen Freundinnen und Freunde noch ein kleines Unterhaltungsprogramm zusammengestellt. Zunächst begeisterte die Gesangsgruppe „Kalyna“ die Gäste in der Halle. (Anastasiia und Hanna Pylypenko, Hanna Chebykina, Hanna Tymofieieva, Hanna Dashkovska). Die Bezeichnung Kalyna rührt aus einer ukrainischen Pflanze, die zum Symbol der Unabhängigkeit der Ukraine geworden ist. Die fünf jungen Damen trugen wunderschöne Lieder aus der Ukraine vor. Zwischen den Liedern fegte die 10-jährige Mariia Rylska mit einem tollen Tanz über die Bühne und zeigte, welch großes tänzerisches Talent in ihr schlummert.

Ergreifend wurde es, als die in Eppertshausen lebenden Familien in einem Videobeitrag sich und Ihre Heimatstädte vorstellten. Wunderschöne Aufnahmen eines friedlichen Landes, seiner Sehenswürdigkeiten und Kirchen, von denen in den vergangenen Monaten leider viele zerstört wurden.

Nach dem Video begeisterte Anastasiia Pylypenko am Flügel mit einer wunderschönen ukrainischen Ballade. Der Abschluss des Programms war dann wieder „Kalyna“ vorbehalten – die fünf Damen werden auch am diesjährigen Weihnachtsmarkt zu hören sein, mit ukrainischen Weihnachtsliedern werden sie am Samstag, 10. Dezember, um 15 Uhr die Eröffnung umrahmen.

(Text: PM Gemeinde Eppertshausen)