Vortrag der Asklepios-Patientenakdemie Langen: Wenn Gallenblasensteine auf Wanderschaft gehen

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Dr. med. S. Hayati, Oberärztin der Med. Klinik II/ Gastroenterologie. (Foto: LPR)

Gallensteine sind häufig: 15 bis 20 Prozent aller Deutschen sind betroffen, meist allerdings ohne es zu wissen. „Bei einem Viertel der Betroffenen machen sich die Steine jedoch irgendwann sehr schmerzhaft bemerkbar und können erhebliche Krankheitsbilder verursachen“, so Dr. Hayati.

Wenn sich die Steine nur in der Gallenblase befinden, haben die meisten Menschen keine besonderen Symptome. Andersherum sind rund 80 Prozent der Patienten, die an Steinen im Gallengang leiden, schmerzgeplagt, wenn ein Stein aus der Gallenblase in den Gallengang wandert und diesen verstopft. In Ihrem Vortrag zeigt die Referentin die verschiedenen Untersuchungsverfahren zur Diagnose einer Gallenerkrankung auf. „Dazu gehört neben der Ultraschalluntersuchung (sonographisch und endoskopisch) z. B. auch die sogenannte ERCP, eine spezielles Verfahren, bei dem Gallensteine im Gallengang direkt entfernt werden können”, so Hayati. Hierbei wird unter Sedierung ein Körbchen oder Ballon in den Gallengang eingeführt, womit die Steine geborgen werden können.

Bei größeren Steinen oder unklaren Gallengangsverengungen kann auch eine sogenannte Cholangioskopie (Gallengangsspiegelung) durchgeführt werden, bei der eine kleine Kamera mit sehr hoher Auflösung zur Verwendung kommt, mit der Steinzertrümmerungen oder auch Proben unter Sicht aus dem Gallengang erfolgen können. Über einen Monitor hat der Arzt dann alles sehr genau im Blick und kann daher auch millimetergenau arbeiten. Wer „steinreich“ ist, kann zwar Glück haben und beschwerdefrei sein, es besteht aber das hohe Risiko, dass sich aufgrund der Gallensteine z. B. Gallenkoliken, Bauchspeichel- bzw. Gallenentzündungen oder sogar ein Gallenkarzinom entwickeln.

Dr. Hayati zeigt in ihrem Vortrag auf, wie Gallensteine per Endoskopie entfernt, oder verengte Gallengänge unterschiedlicher Ursachen behandelt werden können.

Wer mehr über die Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten bei Gallensteinen erfahren möchte, ist herzlich zum Vortrag am Mittwoch, 7. Dezember, um 18 Uhr, in die Neue Stadthalle Langen eingeladen. Referentin ist Dr. med. S. Hayati, Oberärztin der Med. Klinik II/ Gastroenterologie.

Anmeldung und Information unter Tel. 06103 / 912 – 6 1 325, f.firat@asklepios.com, www.asklepios.com/langen

Der Vortrag findet im Rahmen der Reihe “Patientenakademie Langen” statt, in der die leitenden Ärzte der Asklepios Klinik Langen medizinische Themen für Interessierte, Laien und Patienten vorstellen. Er ist für rund 45 Minuten konzipiert, so dass im Anschluss ausreichend Zeit für individuelle Fragen aus dem Publikum und eine rege Diskussion bleibt. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Veranstaltung findet unter Beachtung der 2G+ Regelung statt.

(Text: PM LPR)