Heike Hofmann würdigt Leben und Wirken Fritz Bauers um die demokratischer Gesellschaft

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Das Bild zeigt Heike Hofmann
Heike Hofmann. (Foto: Büro Heike Hofmann, MdL)

Fritz Bauer erhielt gestern posthum die Wilhelm-Leuschner Medaille. Die Medaille ist die höchste Auszeichnung des Landes Hessen und wurde von Georg-August Zinn zu Ehren des Widerstandskämpfers Wilhelm Leuschner gestiftet. Fritz Bauer ist nach Walter Lübcke der zweite Preisträger, dem erst nach seinem Ableben die Ehre der Würdigung zuteilwird.

Heike Hofmann, Vizepräsidentin des Hessischen Landtags, sagte dazu heute in Wiesbaden: „Die Wilhelm-Leuschner Medaille wird für hervorragende Dienste um die demokratische Gesellschaft verliehen. Fritz Bauer war zeitlebens ein Kämpfer für die Demokratie in Deutschland. Sein Leben und Wirken galt der konsequenten Verfolgung des Unrechts der Nationalsozialisten. Fritz Bauer war eine der tragenden Figuren des Frankfurter Auschwitz-Prozesses. Die Medaille kann keinen würdigeren Preisträger finden.“

Fritz Bauer wurde 1903 geboren und war jüngster Amtsrichter der Weimarer Republik. 1933 inhaftiert in Konzentrationslagern, floh Bauer nach Dänemark, später nach Schweden, kam 1949 wieder nach Deutschland zurück. 1956 wurde er Frankfurter Generalstaatsanwalt.

„Die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema des Holocausts war ein Verdienst Fritz Bauers. Derartige Verdienste gilt es, mit Preisen wie der Leuschner-Medaille zu würdigen. Leider waren in den letzten Jahren die Vergaben zumindest fragwürdig. Hier würde ich begrüßen, die Verleihung der Wilhelm-Leuschner Medaille in naher Zukunft einem Kuratorium zu übertragen, um aus diesem Preis wieder eine Würdigung und kein Politikum zu machen“, so Heike Hofmann.

(Text und Foto: Büro Heike Hofmann, MdL)