Familienberatung: Tandem Rödermark/Rodgau hatte zum 30-Jahre-Fest eingeladen

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Gratulation mit Ansprache und Umschlag. Rödermarks Erste Stadträtin Andrea Schülner (links) und Bürgermeister Jörg Rotter beglückwünschten Sybille Stallmann-Beseler, die Vorsitzende des Kinderschutzbundes Rodgau, zum 30-jährigen Bestehen der Familienberatung. (Foto: Stadt Rödermark)

Wie gut, dass es die Familienberatung der Kinderschutzbund-Ortsverbände Rödermark und Rodgau seit nunmehr drei Jahrzehnten gibt. Professionelle Hilfestellung für ratsuchende Eltern ist garantiert, denn fachlich geschultes Personal kümmert sich um den jeweiligen Einzelfall, gewährt Beistand und zeigt Lösungswege auf.

So, voll des Lobes, klang der Tenor kürzlich während einer Feierstunde. Für die Stadt Rödermark waren Bürgermeister Jörg Rotter und die Erste Stadträtin Andrea Schülner ins „Haus der Begegnung“ in den Rodgauer Stadtteil Jügesheim gekommen, um den Verantwortlichen zu gratulieren. Gewürdigt wurde die Bedeutung der Service-Einrichtung für die soziale Infrastruktur in den beiden Nachbarkommunen.

Das Geburtstagsfest „30 Jahre Familienberatung“ stand schon 2021 an, konnte aber in Anbetracht der Corona-Beschränkungen erst jetzt im großen Kreis zelebriert werden. In ihrer Ansprache vor rund 50 geladenen Gästen betonte Schülner: „Dass es solch ein niederschwelliges Angebot gibt für all jene Menschen, die rund um das Stichwort ‚Erziehung‘ mit Sorgen und Unsicherheiten zu kämpfen haben oder gar an Grenzen stoßen – diese Tatsache betrachte ich als Sozialdezernentin wahrlich als Segen. Denn wir erleben doch alle, dass die Anforderungen und auch die Konflikt-Potenziale auf diesem breit abgesteckten Themenfeld nicht kleiner werden.“

Die fortschreitende Digitalisierung, die Pandemie mit ihren dunklen Flecken in Sachen „Bildung und Kindeswohl“, die manchmal schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf… All diese und noch viele weitere Phänomene brächten das Zusammenleben von Müttern, Vätern und Kindern mitunter an Belastungsgrenzen, betonte Schülner. Dass der Kinderschutzbund mit seinen Hilfen an eben dieser Brennpunkt-Linie ansetze und dass die Kooperation auf der Schiene Rödermark/Rodgau vorbildlich sei: Dafür, so Andrea Schülner, könne und müsse Beifall gezollt werden.

Kleine finanzielle Aufmerksamkeiten, die parallel zur regulären Bezuschussung des Angebots seitens der Städte und des Kreises Offenbachs ein kleines Polster sichern: Derlei Geburtstagsgeschenke hatten mehrere Besucher mitgebracht. Für die Rödermärker Verwaltungsspitze erklärte Jörg Rotter: „Wir haben uns die Aufgabe heute geteilt. Meine Kollegin hält die Rede – und ich überreiche das Kuvert.“

Freudestrahlend nahm Sybille Stallmann-Beseler, die Vorsitzende des Kinderschutzbundes Rodgau, den Umschlag entgegen. Den Personenkreis, der alljährlich vom Service der Familienberatung profitiert, bezifferte sie auf rund 300 Kinder und deren Eltern. Das, so ihr Hinweis, sei laut Statistik die Kennziffer für 2021. Die Zeichen stünden freilich auf „Tendenz steigend“. Denn in Anbetracht des Zuzugs ins Rhein-Main-Gebiet und des allgemein steigenden Problemdrucks wachse die Nachfrage nach Unterstützung, erläuterte Stallmann-Beseler.

Für den Vorstand des Rödermärker Ortsverbandes lobte Jochen Schniewind die „fruchtbare Zusammenarbeit“: Ein bewährtes Muster, denn über Stadtgrenzen hinweg würden Austausch und Teamwork gepflegt. Apropos Rödermark: Dortige Mütter und Väter, die Beratung ohne lange Wege vereinbaren möchten, können die Geschäftsstelle des Kinderschutzbundes in der Halle Urberach kontaktieren, Telefon (06074) 68966. Informationen im Internet: www.dksb-roedermark.de.

(Text: PM Stadt Rödermark)