Zahl der Arbeitslosen im Odenwaldkreis steigt

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(Grafik: Odenwaldkreis)

Im November ist die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung in Deutschland leicht gesunken. Dieser Rückgang ist schwächer als in den Vorjahren. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 5,3 Prozent. Im Odenwaldkreis ist im November eine gegenläufige Entwicklung zu verzeichnen: Insgesamt sind es 2.174 arbeitslos gemeldete Personen – 69 mehr als im Oktober.

Betrachtet man die Zahlen getrennt nach den beiden Rechtskreisen, so lässt sich ein Anstieg um 83 auf 1.443 Personen (Vorjahresmonat 1.447) im Zuständigkeitsbereich des Kommunalen Job-Centers (SGB II) erkennen. Im Zuständigkeitsbereich der Erbacher Arbeitsagentur (SGB III) waren im November 731 Personen arbeitslos gemeldet, dies sind 14 Odenwälder weniger als noch vor einem Monat. Vor einem Jahr waren deutlich mehr Personen arbeitslos, nämlich 784, was nun ein Rückgang von gut fast 7 Prozent bedeutet.

Größter Anstieg bei arbeitslosen Frauen

Der größte Anstieg wurde bei den arbeitslosen Frauen verzeichnet: Mit 1.071 waren es 37 mehr als im Oktober. Bei den arbeitslosen Mitbürgerinnen und Mitbürger ohne deutschen Pass ist ein Anstieg von 928 auf 964 erfolgt. Ebenso musste bei der Zahl der arbeitslosen Personen über 50 Jahre eine Steigerung verzeichnet werden, nämlich um 26 auf 714. Einzig bei den Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren gab es einen Rückgang (insgesamt 254).

Im November hat das Kommunale Job-Center 2.486 Bedarfsgemeinschaften betreut, 207 mehr als im Oktober. Die Anzahl der Personen in den Bedarfsgemeinschaften ist im Vergleich zum Vormonat um 427 auf 5.549 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 5.069 Personen hat die Anzahl ebenfalls deutlich zugenommen. Das Kommunale Job-Center begründet den Anstieg mit der hohen Inflation und der Energiekrise. Deshalb wird mit einem weiteren Anstieg in den kommenden Monaten gerechnet.

Der Arbeitsmarkt gestaltet sich weiterhin auch im Odenwaldkreis als sehr stabil. Arbeitskräfte, vor allem Fachkräfte, werden weiterhin stark gesucht und sind eindeutig am wenigsten von einer längeren Dauer der Arbeitslosigkeit bedroht.

Im vergangenen Monat waren im Odenwaldkreis 612 freie Arbeitsstellen gemeldet. Das ist ein Anstieg um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat und ein Anstieg um 16,8 Prozent zum Vorjahr. Die gemeldeten Arbeitsstellen verteilen sich unter den ersten drei Bereichen mit 205 in der Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung, gefolgt von Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit mit 128 sowie Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung mit 92 Stellen.

Mit der Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent liegt der Odenwaldkreis weiterhin unter der hessischen Quote von 4,9 Prozent. Im südhessischen Vergleich liegt der Odenwaldkreis hinter der Bergstraße mit 4,1 Prozent. Danach folgt der Landkreis Darmstadt-Dieburg mit 4,5 Prozent. Schlusslicht ist Groß-Gerau mit 5,0 Prozent.

(Text: PM Odenwaldkreis)