Kreis Groß-Gerau: Landrat unterstützt Appell, der Ukraine über den Winter zu helfen

147
Symbolbild für Zusammenhalt (Foto: Pixabay)

Landrat Thomas Will unterstützt den Aufruf „Jetzt ist der Moment – Der Ukraine helfen, diesen Kriegswinter zu überstehen“, den bereits mehr als 70 Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Forschung unterzeichnet haben. Verbreitet wurde der Aufruf über das internationale literaturfestival berlin und das Zentrum Liberale Moderne.

Anlässlich des Tags der Menschenrechte am 10. Dezember macht Landrat Will auf die Inhalte des Aufrufs aufmerksam, in dem es heißt, dass jeder*r Einzelne für die Ukraine spenden kann, um die schreckliche Situation des von Raketenbeschuss und Gräueltaten gepeinigten Landes und seiner Menschen wenigstens etwas zu lindern. „Der brutale Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, der nun schon länger als ein dreiviertel Jahr andauert, hat Auswirkungen auf die gesamte Weltgemeinschaft“, so Thomas Will. Auch der Kreis Groß-Gerau ist betroffen, bringt aus der Ukraine geflüchtete Menschen in Wohnungen und Hotels unter, organisiert über seine Volkshochschule Sprachkurse, schafft für die Kinder Platz in den Schulen und unterstützt die Sozialarbeit der Kommunen.

Solidarität und Hilfsbereitschaft für die Ukraine dürfen nicht abebben, betont der Groß-Gerauer Landrat und verweist auf den Schlussabsatz des genannten Appells: „Putins Katastrophenstrategie darf nicht aufgehen! Die von der ukrainischen Friedensnobelpreisträgerin Olexandra Matwijtschuk zitierte Parole ,Für unsere und für eure Freiheit!‘ gilt auch umgekehrt: ,Für eure und für unsere Freiheit!‘.“

Viele Möglichkeiten zur Hilfe

Möglichkeiten zu helfen gibt es viele: ob durch Geldspenden, verstärktes Engagement humanitärer Hilfsorganisationen, bilaterale Unterstützung für ukrainische Partnerstädte oder gar die Gründung neuer Städtepartnerschaften und Gerätespenden von Betrieben (Generatoren, Fahrzeuge, Baumaterial, Kraftstoffe). Hilfe für die Ukraine ist absolut notwendig, denn schon jetzt, so der Aufruf, „kann man sehen, was es bedeutet, wenn Heizung, Licht und Elektrogeräte ausfallen, es kein Trinkwasser mehr gibt, Fenster nicht ersetzt werden können, wenn Städte im Dunkel versinken, Schulen und Kindergärten schließen müssen, Krankenhäuser ihre Patienten nicht mehr behandeln können und Betriebe ihre Arbeit einstellen müssen. Seit Beginn des neuerlichen russischen Angriffs mussten bereits mehr als 14 Millionen Menschen ihr Zuhause verlassen, weitere Millionen sollen zur Flucht gezwungen werden.

Gelänge es Putin, die Ukraine in den Zusammenbruch zu treiben, gerieten auch die europäische Sicherheitsordnung, die Europäische Union und das transatlantische Bündnis ins Wanken. Dann ist kein Land im ehemaligen Machtbereich der Sowjetunion mehr sicher, die antidemokratischen Kräfte bekommen Auftrieb und das Völkerrecht liegt in Trümmern.“
Daher brauche die Ukraine auch von der Bundesregierung und der EU dringend Nothilfe.

(Text: PM Kreis Groß-Gerau)