Preisgekrönte Rockstar-Romanze aus Altheim

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Die Altheimerin Susanne Lehr hat mit „Wenn Sterne sich berühren“ einen Autorenwettbewerb zum Thema Weihnachten gewonnen. (Foto: jedö)

Susanne Lehr hat mit „Wenn Sterne sich berühren“ einen Autorenwettbewerb zum Thema Weihnachten gewonnen

Im Frühjahr schon an Weihnachten denken: Das galt es 2022 für Susanne Lehr. Womit kein frühzeitiger Geschenkekauf gemeint ist, sondern die schriftstellerische Auseinandersetzung mit dem Jahresende. An Weihnachten 2021 startete Impress – das digitale Label des bekannten Carlsen-Verlags – einen Autorenwettbewerb zum Thema Weihnachten. Abgabeschluss war im Sommer, die besten Geschichten wurden am 15. November als E-Book veröffentlicht. Drei von 120 eingereichten Manuskripten wählte die aus Lektoren bestehende Impress-Jury schlussendlich aus. Darunter auch den Roman der 37-jährigen Altheimerin: „Wenn Sterne sich berühren“.

Vorweg: Ihr Werk verfasste Susanne Lehr unter ihrem Mädchennamen, weshalb Susanne Münch auf dem Cover steht. Je nach Genre, dem sich die dreifache Mutter und Unternehmensberaterin widmet, wählt sie einen anderen Namen. Ihre Fantasy-Bücher schreibt sie etwa unter dem Pseudonym Rabea Blue. Als solche hat sie schon eine Trilogie über Schutzengel verfasst, die „Akademie der Engel“. In der Corona-Zeit veröffentlichte sie als Rabea Blue zudem „Kennas Flucht“ im Self-Publishing. Auch Märchen haben es ihr angetan; im Autorennetzwerk „Märchenspinnerei“ hat sie kürzlich unter anderem eine Adaption von „Schneeweißchen und Rosenrot“ kreiert. Im Februar brachte sie an der Seite von Co-Autorin Katherina Ushachov das Buch „Schwesternmacht“ auf den Markt.

Von der Fantasy zur Romance

Schon als sie noch mitten im dritten Teil ihrer Fantasy-Reihe steckte, kündigte die studierte Betriebswirtin an, gern mal Romane im Bereich Frauenunterhaltung oder Romance aus ihren Fingern fließen zu lassen. Genau das hat die ambitionierte Autorin aus dem Münsterer Ortsteil im Rahmen des Impress-Wettbewerbs nun realisiert: „Rockstar-Romance“ nennt sie die Stilrichtung ihres schlussendlich prämierten Romans „Wenn Sterne sich berühren“. Der setzte sich in drei Runden immer wieder gegen die anderen, meist ebenfalls von Frauen eingereichten Texte durch.

Dabei musste Susanne Lehr im ersten Schritt eine Leseprobe von rund 20.000 Wörtern abgeben. Das vollständige Manuskript musste dann im Juni vorliegen. Neben der Weihnachtsthematik galt es, noch eine andere inhaltliche Vorgabe zu berücksichtigen: „Die Protagonisten sollten zwischen 19 und 23 Jahren jung sein.“ Im Hinterkopf hatte die Altheimerin auch stets die Zielgruppe, „das ist schon eher die weibliche Leserschaft“, lacht sie.

Ab Weihnachten 2021 entspann sie auf 330 Seiten eine Story, die von „Liebe, Lügen und Intrigen im Show-Biz“ handelt. Die Hauptdarstellerin gewinnt in „Wenn Sterne sich berühren“ zunächst eine Casting-Show, tourt dann mit Weihnachtsliedern-Duetten mit einem Star der Szene und kommt ihm langsam näher. Wobei sie alles versucht, sich nicht Hals über Kopf zu verlieben. Denn sie wird das Gefühl nicht los, dass hinter der Fassade des so unnahbaren Musiker mehr stecken könnte …

Geschichte sehr authentisch

Wie sie auf ihr Handlungsgerüst kam, kann Susanne Lehr „gar nicht mehr genau sagen“. In der Adventszeit 2021 habe sie zwar „viele Weihnachtslieder gehört“ und ein gewisses Faible für Casting-Shows sei zumindest früher durchaus mal da gewesen. Entgegen der Vermutung des Lektorats („Die haben die Geschichte als sehr authentisch gelobt“) sei sie nie selbst Teil der Musikbranche gewesen. Wie so oft in der Kunst – gleichwohl zum Schreiben auch handwerkliche Grundlagen gehören – kann man das Zustandekommen der kreativen Einfälle nicht nahtlos rekonstruieren.

Wer „Wenn Sterne sich berühren“ lesen möchte, kann den Roman der Altheimerin unter der ISBN 9783646609585 zum Preis von 3,99 Euro als E-Book erwerben. Wird die Romanze mindestens 1.000-mal digital verkauft, will der Carlsen-Verlag sie 2023 auch als gedrucktes Taschenbuch auflegen.

(Text: jedö)