Sicher in den Winterurlaub: ADAC-Tipps zur Reiseplanung

195
(Symbolfoto: hpgruesen auf Pixabay)

Weihnachtszeit ist Reisezeit. Wer in Kürze zu einem Winterurlaub aufbricht, sollte genügend Zeit in die Vorbereitungen investieren, um sicher und pannenfrei anzukommen.

Autocheck

Das Auto sollte rechtzeitig vor der Abfahrt urlaubsfit gemacht werden: Ein gründlicher Rund-um-Check im Vorfeld kann mögliche Pannen verhindern. Insbesondere die Beleuchtung, die Flüssigkeitsstände und die Bereifung sollten vor jeder längeren Urlaubsfahrt überprüft werden. „Der Luftdruck muss bei schwerer Beladung angepasst werden. Zu wenig Druck erhöht den Rollwiderstand, sorgt für veränderte Fahreigenschaften und einen erhöhten Spritverbrauch. Der Bremsweg kann länger, die Kurvenlage schlechter werden,“ so Roger Dötenbier, ADAC Fahrsicherheitsexperte.

Gepäcksicherung

„Skihelme, Skistiefel, Stöcke, Taschen und allerlei Kleinkram will richtig verstaut werden. Liegt die Ladung nur lose im Wageninneren, entwickelt diese bei einer Vollbremsung oder einem Unfall eine Aufprallwucht, deren Gefahr meist unterschätzt wird,“ erklärt Roger Dötenbier. Gepäck sollte daher am besten im Kofferraum so verstaut werden, dass es nicht verrutschen kann. Schweres kommt dabei nach unten. Die Rücksitze sollten möglichst nicht umgeklappt werden, sie dienen als schützende Trennwand und hindern, wie auch ein Ladenetz im Kofferraum, das Gepäck am Durchrutschen. Wenn möglich abschließend eine Decke über das gesamte Gepäck legen und diagonal mit Zurrgurten sichern. Dazu die Zurrösen am Ladeboden nutzen.

Zusätzlichen Stauraum bietet eine Dachbox. Hier unbedingt beachten, dass die Ladung im Inneren noch zusätzlich mit Gurten gegen Verrutschen gesichert werden muss. Lücken dazwischen am besten mit Kissen oder Jacken stopfen. Schwere Gegenstände, z.B. Skischuhe, sollten im vorderen Bereich untergebracht werden. Kurz vor der Abfahrt unbedingt prüfen, ob die Dachbox oder der Skiträger fest montiert sind. Achtung: maximale Dachlast des Fahrzeugs beachten. Gibt der Hersteller keine Höchstgeschwindigkeit an, sollte nicht schneller als 130 km/h gefahren werden.

Notfall-Kit

Ein Abschleppseil, Eiskratzer, Handfeger, Starthilfekabel, Scheibenfrostschutz, eine Wolldecke und heißer Tee sollten immer mitgeführt werden.
Etwas Sand (abgefüllt in einem kleinen Sack), dicke Handschuhe und eine Schaufel kommen zum Einsatz, wenn das Auto im Schnee stecken bleibt.

Andere Länder, andere Vorschriften

Vor der Abfahrt sollte sich jeder unbedingt mit den Regeln für Winterreifen und Schneeketten auf der Route vertraut machen. Zum Beispiel können die Behörden in Frankreich, Italien und Österreich örtlich die Verwendung von Schneeketten anordnen. Wie in Deutschland wird eine Schneekettenpflicht auch im Ausland in der Regel durch Schilder ausgewiesen. Fahrer machen sich sinnvollerweise vor Fahrantritt mit der Bedienung vertraut.

Ausführliche Beratung erhalten Urlauber in allen ADAC Geschäftsstellen und Reisebüros. Neben Tipps zum Urlaubsziel gibt es Vignetten, Reiseführer und Kartenmaterial sowie Schneeketten zum Leihkauf.

(Text: PM ADAC Hessen-Thüringen e.V.)