Feurige Weihnachten vermeiden: Kreis Offenbach gibt Tipps

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(Symbolbild: Sandra Seitamaa auf Unsplash)

Weihnachten naht und alle freuen sich auf schöne Stunden mit der Familie, auf Plätzchenduft sowie auf wohlige Wärme durch Kerzen in der ganzen Wohnung, auf dem Adventskranz und dem Weihnachtsbaum. Allerdings: Weihnachten ist nicht nur das Fest der Freude, sondern auch des Feuers. Immer wieder müssen die Feuerwehren im Kreis Offenbach zu Wohnungsbränden ausrücken, die durch Advents- oder Christbaumkerzen ausgelöst wurden.

Doch das muss nicht sein. Die sicherste Lösung für den Christbaum ist eine elektrische Beleuchtung. Wer allerdings das warme Licht echter Kerzen liebt und keinesfalls darauf verzichten will, sollte folgende Tipps beachten:

• Gönnen Sie dem Christbaum einen wassergefüllten Behälter. Mit Wasser auffüllbare Christbaumständer haben sich bewährt.

• Verwenden Sie keinen Christbaumschmuck aus brennbaren Materialien wie Papier, Watte oder Zellulose.

• An stark ausgetrockneten Bäumen, die eventuell sogar schon großflächig die Nadeln verlieren – besonders gefährlich nach Neujahr – möglichst gar keine Kerzen mehr anzünden.

• Christbäume sollten keinesfalls zu nah an Vorhängen, Möbeln oder sonstigen brennbaren Gegenständen stehen. Der Mindestabstand sollte 50 Zentimeter betragen. Außerdem sollte der Baum nicht vor der womöglich einzigen Tür stehen. Denn in diesem Fall wäre bei einem Feuer der Fluchtweg aus dem Zimmer versperrt.

• Weihnachtsbäume sollten stets sicher in einem geeigneten Christbaumständer aufgestellt werden, damit der Baum nicht umfallen kann. Ein besonderes Augenmerk sollte man in diesem Zusammenhang auf Haustiere richten.

• An den Seiten, an denen man vorbeigehen muss, sollte stets genügend Platz sein, um den Baum nicht versehentlich umzustoßen.

• Die Kerzen müssen an den Ästen gut und sicher befestigt sein, nicht an zu dünnen Zweigen und nicht zu nah unter anderen Zweigen oder weihnachtlichem Baumschmuck.

• Immer zuerst die obersten Kerzen anzünden und dann weiter nach unten vorgehen. Beim Auslöschen entsprechend umgekehrt vorgehen.

• Brennende Wachskerzen – auch an Adventskränzen – immer beaufsichtigen, möglichst auf eine nicht brennbare Unterlage stellen und beim Verlassen des Raumes beziehungsweise der Wohnung unbedingt löschen. Vorsicht bei Kindern!

• Abgebrannte Kerzen immer rechtzeitig erneuern.

• Vorsicht bei künstlichem Schnee aus der Dose. In vielen Fällen wird als Treibmittel hochentzündliches Propan oder Butan verwendet. Zwar ist manchmal ein weiteres, brandhemmendes Gas beigemischt; sicher ist dies aber nicht. Sprühen Sie den künstlichen Schnee deshalb keinesfalls auf brennende Kerzen. Zudem gilt: Wer Schnee aus der Dose versprüht, sollte dabei niemals rauchen.

• Achtung auch bei Wunderkerzen. Bereits kleine Funken reichen aus, um einen sehr trockenen Baum zu entzünden.

• Löschmittel, wie Feuerlöscher, Löschdecke, Wasserkübel, bereitstellen.

• Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Feuer kommen: Ruhe bewahren! Falls noch möglich einen Löschversuch starten. Gleichzeitig unbedingt die Feuerwehr alarmieren.

• Wenn gefahrloses Löschen nicht mehr möglich ist: Wohnung sofort verlassen, die Tür zum Brandraum schließen, Feuerwehr alarmieren und eventuell gefährdete Nachbarn warnen.

Diesen und weitere Expertentipps gibt es online unter www.kreis-offenbach.de/expertentipps.

(Text: PM Kreis Offenbach)