Hessen ergreift Maßnahmen für eine bessere Versorgung in Kinderstationen

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(Symbolbild: Mat Napo auf Unsplash)

Die Landesregierung ergreift Maßnahmen die medizinische Versorgung für Kinder zu erweitern. „Um die dringendste Not in der Kinderheilkunde zu lindern haben wir entscheiden, dass wir dem Bürgerhospital in Frankfurt am Main einen zusätzlichen Versorgungsauftrag in der Kinderheilkunde erteilen. Damit machen wir den Weg für mehr Kinderkrankenbetten frei und entlasten die Kinderkliniken“ teilte Gesundheitsminister Kai Klose mit.

Bislang ist die Kinderheilkunde am Clementine Kinderhospital konzentriert, während am Standort Bürgerhospital nur eine Neonatologie (Intensivstation für Kinder) angesiedelt ist. Durch die Vergabe eines zusätzlichen Versorgungsauftrages wird die Möglichkeit geschaffen, auch am Standort Bürgerhospital Kinder zu behandeln. Der Versorgungsauftrag ist bis zum 1. April 2023 befristet.

Hinweise zur Versorgung und Umgang im Krankheitsfall

Häufigstes Symptom bei Infekten ist Fieber. Bei den meisten fiebernden, sonst gesunden Kindern liegt ein banaler Virusinfekt zu Grunde. Kinder entwickeln schneller Fieber als Erwachsene, auch schon bei leichten Infekten. Nicht immer ist Fieber bei Kindern aber ein Hinweis auf eine Infektionskrankheit, auch eine vermehrte körperliche Aktivität kann zu Temperaturerhöhungen führen.

Bei gesunden Kindern liegt die Körpertemperatur zwischen 36,5° und 37,5° Celsius und ist oft am Abend etwas höher als am Morgen. Von „erhöhter Temperatur“ spricht man bei einer Körpertemperatur zwischen 37,6 und 38,5° Celsius, ab 38,5° Celsius von „Fieber“, über 39,5° Celsius von „hohem Fieber“.

Ist ein Kind trotz erhöhter Körpertemperatur munter, trinkt und isst normal, sind in der Regel keine Maßnahmen zu ergreifen. Allerdings kann Fieber auch den Allgemeinzustand des Kindes beeinträchtigen, dann ist es appetitlos, quengelig und macht einen müden Eindruck. Hat man Verdacht auf Fieber, sollte die Körpertemperatur dreimal am Tag gemessen werden. Bei einer leicht erhöhten Temperatur bedarf es noch keiner fiebersenkenden Maßnahmen. Erst ab einer Körpertemperatur von 39° Celsius sollten fiebersenkende Maßnahmen erfolgen, wenn gleichzeitig der Allgemeinzustand des Kindes beeinträchtigt ist. Die Kinderärzte empfehlen dann als einfache Maßnahmen Wadenwickel, einen feuchten, lauwarmen Waschlappen auf die Stirn, das Kind viel trinken lassen, damit der Körper nicht austrocknet sowie eine ruhige Umgebung. Eventuell können auch fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen zum Einsatz kommen.

Unbedingt sollte ein Kinder- und Jugendarzt konsultiert werden,
  • wenn die Temperaturen des Kindes oberhalb von 39° C liegen, bei einem Kind, das jünger als drei Monate ist, bereits ab einer Körpertemperatur von 38°C,
  • wenn das Fieber länger als drei Tage anhält,
  • wenn der Allgemeinzustand des Kindes stark beeinträchtigt ist,
  • wenn das Kind nicht trinkt und isst,
  • wenn weitere Krankheitszeichen wie Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Hautausschlag usw. auftreten,
  • wenn trotz wirksamer fiebersenkender Maßnahmen das Kind weiterhin deutlich beeinträchtigt ist.

Im Falle einer Erkrankung Ihres Kindes oder Jugendlichen finden Sie erste Informationen zum Beispiel auf der Internetseite der „Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V. (DGKJ)“ https://www.dgkj.de/eltern/dgkj-elterninformationen (bzw. https://www.dgkj.de/eltern) sowie auf der Seite „Kinderärzte im Netz“ des „Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e. V. (bvkj)“ https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/ (bzw. https://www.kinderaerzte-im-netz.de/startseite/), die jedoch einen Besuch beim Kinder- und Jugendarzt oder einer Kinder- und Jugendärztin bei Bedarf nicht ersetzen können. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Seite der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)“ https://www.kindergesundheit-info.de/themen/krankes-kind/krankheitszeichen/arztbesuch-zwingend/.

Möglich sind auch Angebote beispielsweise der BARMER mittels Teledoktor-App medizinische Beratung in Anspruch zu nehmen. Weitere Informationen telefonisch unter 0800 3333 500 oder online unter www.barmer.de/teledoktor.

(Text: PM Hessisches Ministerium für Soziales und Integration)