Staupe bei Fuchs und Marder in Unterliederbach: Wichtige Information für Hundehalter

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Fuchs (Foto: Alexa auf Pixabay)

Aktuell sind bei einem erlegten Fuchs und einem Marder im Frankfurter Stadtteil Unterliederbach Infektionen mit dem Staupevirus nachgewiesen worden. Infektionen mit dem Staupevirus können bei Hunden durch eine rechtzeitige und regelmäßige Impfung gegen das Virus verhindert werden. Hundehaltern wird daher dringend empfohlen, in Absprache mit ihrem Tierarzt den Impfschutz ihres Hundes gegenüber Staupe zu überprüfen. Im Wald müssen Hunde sich im Einwirkungsbereich des Hundehalters befinden. Es ist zu empfehlen, die Hunde an der Leine zu führen.

Was ist die Staupe?

Die Staupe (canine distemper) ist eine hochinfektiöse, meist tödlich verlaufende Viruserkrankung, die insbesondere bei Hunde- und Marderartigen (Hund, Fuchs, Dachs, Marder, Iltis, Wiesel, Waschbär) vorkommt. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit an Staupe erkrankten Tieren, kann aber auch indirekt über Futter, Wasser, Ausscheidungen et cetera infizierter Tiere geschehen. Die Inkubationszeit beträgt nur wenige Tage. Insbesondere Jagdhunde sind durch ihren Kontakt mit Füchsen und Dachsen gefährdet. Für Menschen ist das Virus ungefährlich.

Krankheitssymptome

Die Staupe äußert sich als eine akut bis subakut verlaufende, fieberhafte Allgemeinerkrankung. Die möglichen Symptome sind vielfältig. Je nach Verlaufsform und Schwere der Infektion können hohes Fieber und Abgeschlagenheit, Nasen- und Augenausfluss, Husten, Erbrechen und Durchfall vorkommen. Auch zentralnervöse Symptome sind möglich. Hinweise darauf sind etwa der Verlust der Scheu vor dem Menschen, Bewegungsstörungen, Lähmungen, Krämpfe oder Muskelzittern („Staupetick“). Bei schweren Verlaufsformen kommen auch eine übermäßige Verhornung im Bereich der Ballen und des Nasenspiegels („Hard pad disease“) vor.

Richtig Verhalten

Sollten Spaziergänger einen toten Fuchs oder Marder auffinden, wird geraten, diesen nicht zu berühren, den Hund fernzuhalten und die Polizei zu kontaktieren. Diese kann den zuständigen Jagdpächter informieren.

Im Herbst 2022 war das Staupevirus bereits bei Füchsen in Sachsenhausen und Oberrad aufgetreten.

(Text: PM Stadt Frankfurt)