Frankfurt-Nordend: 85-Jähriger mit Ast geschlagen – Polizei sucht couragierte Zeugin

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(Symbolfoto: Pixabay)

Am Mittwoch, 4. Januar, kam es in der B-Ebene der U-Bahnstation Merianplatz im Frankfurter Nordend zu einer gefährlichen Körperverletzung, als ein 56-Jähriger Mann einen 85-Jährigen mit einem massiven Ast attackierte. Der Tatverdächtige flüchtete nach der Tat, konnte aber bereits am Donnerstag auf der Straße wiedererkannt und festgenommen werden. Die Frankfurter Polizei sucht nach Zeugen, insbesondere nach einer unbekannten Frau, die durch ihr beherztes Einschreiten wohlmöglich weitere Angriffe verhinderte.

Der 85-jährige Geschädigte befand sich gegen 13.50 Uhr in der B-Ebene der Haltestelle Merianplatz und wartete vor einem Aufzug. Im gleichen Moment erschien ein Mann, der zuvor noch auf einer Wartebank geschlafen hatte, mit einem Einkaufswagen und stellte sich ebenso vor den Fahrstuhl. Der Senior entschied sich, den Aufzug nicht mit dem Mann und dem Wagen gemeinsam zu nutzen und wartete wortlos auf die nächste Fahrmöglichkeit. Augenblicklich ergriff der andere Mann einen circa zwei Meter langen Holzast aus dem Einkaufswagen, begann zu schreien und schlug unvermittelt auf den 85-Jährigen ein. Als sich der Senior wehrte, stürzte er zu Boden und versuchte sich im Liegen zu schützen. Eine bislang unbekannte Frau erkannte die Situation und ging dazwischen. Sie schrie den Schläger an, der daraufhin seine Angriffe einstellte und mitsamt dem Einkaufswagen über den Aufzug entkam. Der anschließend vom Verletzten über den Notrufschalter verständigte Sicherheitsdienst informierte umgehend die Polizei. Eine Fahndung verlief jedoch zunächst erfolglos.

Anhand der Personenbeschreibung und Videoaufzeichnung erkannten Sicherheitsmitarbeiter der VGF den gesuchten Angreifer am darauffolgenden Tag im Bereich der Fressgass wieder. Alarmierte Polizeibeamte nahmen den Tatverdächtigen, 56 Jahre alt, fest. Der wohnsitzlose Mann kam in die Haftzellen des Frankfurter Polizeipräsidiums. Er soll  dem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Frankfurter Polizei bittet Zeugen, insbesondere die unbekannte Frau, die dem Geschädigten zu Hilfe kam, sich unter der Rufnummer 069 / 755 – 10300 beim 3. Polizeirevier oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

(Text: PM PP Frankfurt)