Klein-Bieberau: Vermisste Reiterin tot aufgefunden *Update*

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(Symbolbild: Kevin Woblick auf Unsplash)

Update: Nach den Einsatzmaßnahmen in Zusammenhang mit der Suche nach einer vermissten Reiterin im Modautal in derNacht zum 6. Januar haben sich besorgte Bürgerinnen und Bürger an die Polizei gewandt, die die Suchmaßnahmen gerne aktiv unterstützt hätten. Die Einsatzleitung des Polizeipräsidiums Südhessen hatte bewusst auf den Einsatz von zahlreichen Freiwilligen verzichtet.

Zum besseren Verständnis möchte die Polizei die Maßnahmen kurz erläutern: “Wir können die Sorgen und Fragen der Bürgerinnen und Bürger gut nachvollziehen. Auch wir bedauern diesen tragischen Unfall sehr. Bis zuletzt hatten wir alle gehofft, die junge Reiterin zu finden und ihr noch helfen zu können. Auch für die Einsatzkräfte stellt ein solcher Ausgang einer Vermisstensuche eine nicht alltägliche und sehr belastende Situation dar.”

Nach dem Eingang der Vermisstenmeldung hat die Polizei umgehend Maßnahmen zur Ortung der Reiterin initiiert und umfangreiche Suchmaßnahmen gestartet. Diese wurden in der Folge durch die Freiwilligen Feuerwehren sowie eine Rettungshundestaffel mit Fährtensuchhunden für vermisste Menschen unterstützt.

Dem Einsatz des Polizeihubschraubers kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu.
Mit Hilfe von einer Wärmebildkamera können gerade in den Abend- und Nachtstunden große Bereiche abgesucht werden. Durch eine Handyortung konnte man den Suchbereich eingrenzen und dort gezielt suchen. Mit Hilfe des Hubschraubers konnte in diesem Bereich das Pferd der Reiterin gefunden werden. Wie sich herausstellte, befand sich das Handy am Sattel und leider nicht bei der Reiterin.

Im Zuge der Suchmaßnahmen war in diesem sehr unwegsamen Gelände parallel zu weiteren Einsatzkräften im Wald weiterhin der Polizeihubschrauber eingesetzt.

Für den Erfolg der Suchaktion waren koordinierte, aufeinander abgestimmte Maßnahmen zwischen den verschiedenen Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr, den Fährtensuchhunden für vermisste Menschen, dem Einsatz einer Drohne mit Wärmebildkamera und des Polizeihubschraubers unerlässlich. Insbesondere der Einsatz der Wärmebildkameras erfordert ein koordiniertes und abgestimmtes Vorgehen, da die Piloten sonst unzählige Wärmequellen, und hierzu zählt jede Person, die in diesem Waldbereich unterwegs ist, ausfindig gemacht hätten. Eine Unterscheidung zwischen der Vermissten und den Suchenden wäre nicht mehr möglich gewesen und hätte wiederum Einsatzkräfte gebunden und zur Verzögerungen der eigentlichen Suche geführt.

Parallel zu den Suchmaßnahmen im Wald, hatte die Polizei mit Hilfe des aufgefundenen Handys bereits weitere Maßnahmen getroffen, um die Strecke, die die Reiterin zurückgelegt hatte, nachzuverfolgen. In diesem Zusammenhang konnten ebenfalls gute Anhaltspunkte erlangt werden, wo sich die Reiterin befinden könnte. Im Rahmen der gezielten Absuche wurde sie dort letztlich gefunden.

Auch wenn sich viele Freiwillige gerne aktiv an der Suche beteiligt hätten, so haben die Bürgerinnen und Bürger uns durch Ihr Verhalten und Ihre Einsatzbereitschaft sehr unterstützt. Dafür sind wir allen Bürgerinnen und Bürgern sehr dankbar!

Das Polizeipräsidium Südhessen bedankt sich in diesem Zusammenhang bei allen beteiligten Einsatzkräften, die die Suchaktion unterstützt haben!

Originalmeldung: Eine von einem Ausritt am gestrigen Donnerstagnachmittag (5.) nicht zurückgekehrte, 28-jährige Reiterin konnte am heutigen Freitag (6.), gegen 4.30 Uhr, im Rahmen der Suchmaßnahmen zunächst durch eine Drohne mit Wärmebildkamera lokalisiert und im weiteren Verlauf durch Einsatzkräfte tot aufgefunden werden.

Der Kriminaldauerdienst des Polizeipräsidiums Südhessen hat die Ermittlungen aufgenommen. Es wird nach derzeitigem Sachstand von einem Unglücksfall ausgegangen. Der von der Reiterin mitgeführte Hund konnte im Bereich des Fundortes ebenfalls angetroffen und eingefangen werden.

(Text: PM PP Südhessen)