Trebur: Den Straßenverkehr im Fokus

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Symbolbild Tempo 30 (Foto: Markus Winkler auf Unsplash)

Im Leitbildprozess haben sich die Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde Trebur flächendeckend Tempo 30 und auch die verstärkte Überwachung der Geschwindigkeitsbeschränkungen gewünscht. Diesem Wunsch kommt die Gemeindeverwaltung jetzt – soweit es in ihren Händen liegt – nach.

In allen Wohngebieten der Gemeinde gilt bereits Tempo 30. An den Ortsdurchfahrtsstraßen sind den Kommunen aber oftmals die Hände gebunden, weil dort nur an Unfallschwerpunkten, vor besonderen Einrichtungen (Kitas, Schulen) oder in bestimmten Einzelfällen bei Überschreitung von Lärmgrenzwerten die Geschwindigkeit reduziert werden darf.

Aus diesem Grund ist die Gemeinde Trebur jetzt der Initiative Lebenswerte Städte und Gemeinden beigetreten. Das Bündnis, dem bundesweit rund 375 Kommunen (u. A. auch Frankfurt, Mainz, Darmstadt) angehören, setzt sich gegenüber dem Bund dafür ein, dass die örtlichen Entscheidungsträger endlich eigenständig dort Tempo 30 anordnen dürfen, wo sie es für notwendig halten. Weitere Infos unter:
https://www.lebenswerte-staedte.de/hintergruende.html

Zur Geschwindigkeitsüberwachung wird ab heute ein sogenannter „Enforcement-Trailer“, also eine semi-stationäre Messanlage eingesetzt. Der Anhänger kann an verschiedenen Standorten eingesetzt werden und jeweils für mehrere Tage oder Wochen durchgängig dort verbleiben.

Da diese Geräte in Hessen als stationäre Messanlagen angesehen werden, ist für jeden Messpunkt eine aufwändige Genehmigung durch die Polizei erforderlich. Die Genehmigung dieser Messstellen erfolgt ebenfalls nur bei besonderen Gefahrenlagen oder vor schutzwürdigen Einrichtungen.

Daher wurden zunächst nur die Messstellen in der Rüsselsheimer Straße und der Treburer Straße (Nähe Rheinhäuser Hof) zugelassen. Die geplante Messstelle am Ortsausgang in der Nauheimer Straße muss aus den vorgenannten Gründen ortseinwärts in Richtung Bushaltestelle verschoben und neu beantragt werden.

In Astheim sowie auf der Hessenaue konnte die Polizei – auch nach Vorlage entsprechender Messprotokolle – leider nicht von der jeweiligen Gefahrenlage überzeugt werden. Daher ist hier vorerst keine Messung möglich.

Dennoch werden fortlaufend weitere Standorte beantragt, so dass später ca. fünf Messstellen bestehen sollen, zwischen denen der Enforcement-Trailer abwechselt. Sobald Erkenntnisse über Messergebnisse vorliegen, sollen an den gravierendsten Stellen mittelfristig außerdem noch stationäre Blitzersäulen hinzukommen.

Ergänzt wird die Geschwindigkeitsüberwachung außerdem auch weiterhin durch mobile Messungen des Gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirks, für dessen Messstellen weniger hohe Hürden gelten.

(Text: PM Gemeinde Trebur)