Baumpflege und Standsicherheit in Heusenstamm: Notwendige Baumfällungen bis Ende Februar

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Neben den gängigen Pflegemaßnahmen müssen ab sofort bis Ende Februar im gesamten Stadtgebiet etwa 30 Fällungen ausgeführt werden. (Foto: Sabine Rosenberg/Magistrat

Seit über zehn Jahren überprüft die Stadt regelmäßig ihre Baumbestände, und in den aktuell sehr trockenen Jahren kommt eine Menge Arbeit zusammen, um die Bäume in der Stadt sicher zu halten. So konnte auch in diesem Jahr wieder ein massiver Anstieg von Totholz festgestellt werden und tote Äste müssen zum großen Teil entfernt werden, damit die Bäume verkehrssicher sind. Daneben müssen auch Bäume umfangreich bearbeitet werden, die von Krankheiten, verursacht von Pilzen oder Bakterien, betroffen und so nicht mehr ausreichend standsicher sind.

Neben den gängigen Pflegemaßnahmen müssen ab sofort bis Ende Februar im gesamten Stadtgebiet etwa 30 Fällungen ausgeführt werden, damit alles bis zu Beginn der Brut- und Setzzeit abgeschlossen ist und Tiere nicht gestört werden. Durchgeführt werden die Arbeiten von Mitarbeiter*innen des städtischen Bauhofs sowie drei Fachfirmen.

Gefällt werden muss unter anderem die Kastanie vor der Alten Schule in Rembrücken. Wie mehrere Gutachten von hinzugezogenen Sachverständigen bestätigen, ist eine Gefährdung im öffentlichen Raum nicht ausgeschlossen und die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet.

Ebenso muss die etwa 30 Meter hohe Pappel im nördlichen Schlossgarten, die in ihrem Inneren eine Fäule hat, weichen. Die Krankheit ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass eine Hauptwurzel nicht mehr ausreichend stabiles Holz hat. Eine im vergangenen Jahr endgültig abgestorbene Kastanie im Garten des Hofguts Patershausen bleibt der Natur aber erhalten: Aus Artenschutzgründen wird der Baumstamm als Zuhause für geschützte Mulmkäfer noch einige Jahre stehenbleiben. Lediglich die restlichen Äste werden komplett eingekürzt. Insofern verbleibt die Kastanie, die bereits seit 2006 intensiv betreut wird und deren Äste im Jahr 2014 mit Gurten gesichert werden musste (Kronensicherung), zur Gefahrenvermeidung weiterhin in der städtischen Baumkontrolle.

Wenn es die jeweilige Pflanzstelle zulässt, werden selbstverständlich alle gefällten Bäume mit Baumarten, die besser mit den veränderten Klimabedingungen klarkommen, ersetzt. Das können beispielsweise die Hopfenbuche, Purpurerle oder auch der Feldahorn sein, die sich bei unterschiedlichen Straßenbaumtests als sehr stabil erwiesen haben.

Im Stadtgebiet werden rund 5.000 Bäume kontrolliert. Dazu gehören auch viele kleinere Bäume und Jungbäume, die meist aufgrund von Trockenheit oder Krankheiten gar nicht erwachsen würden. Die städtischen Baumkontrolleure prüfen jeden Baum genau, ob eine Fällung wirklich notwendig ist – im Zweifelsfall wird ein Gutachten beauftragt.

(Text: PM Stadt Heusenstamm)