Fußball: Eppertshausen hat alles selbst in der Hand

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Samuel Owusu (hier im November im Topspiel beim 0:0 bei Viktoria Urberach) hat bislang neun Tore für den FV Eppertshausen erzielt. (Foto: PS)

Zweite Saisonhälfte der A-Liga verspricht Spannung / „Finale“ zwischen dem FVE und Urberach?

Spannung scheint im weiteren Saisonverlauf der Kreisliga A Dieburg garantiert. Viktoria Urberach (18 Spiele/44 Punkte) und der FV Eppertshausen (16/39) haben derzeit die besten Chancen auf den Aufstieg. Möglicherweise wird aus dem Zwei- auch noch ein Drei- auch oder ein Vierkampf: Die TS Ober-Roden II (17/36) und der SV Heubach (18/35) liegen in Lauerstellung. Am letzten Spieltag (4. Juni) könnte es zwischen Eppertshausen und Urberach im direkten Duell sogar zu einem „Endspiel“ um die Meisterschaft kommen.

In der vergangenen Saison ging Eppertshausen mit einem Vier-Punkte-Rückstand auf den späteren Meister Altheim in die Winterpause. Am Ende stand man als Zweiter mit leeren Händen da, weil es im Gegensatz zu dieser Saison keine Relegation gab. Diesmal sind es auf Urberach sogar fünf Zähler Rückstand, dennoch ist die Ausgangsposition für den FVE deutlich besser. „Wir haben es in der eigenen Hand, es liegt an uns. Es ist aber ein sehr enges Rennen“, meint Trainer Marco Saul, dessen Team mit 58 Toren die beste Offensiv-Abteilung hat und gegenüber Urberach noch zwei Nachholspiele im Rückstand ist. Gegen die direkten Konkurrenten Urberach und Ober-Roden hat man zudem Heimrecht. „Daheim sind wir eine Macht“, ist Saul optimistisch. Auf seinem Kunstrasenplatz hat Eppertshausen alle seine neun Heimspiele (Torverhältnis 41:4) gewonnen.

Bereits am 18. Februar soll es mit dem Nachholspiel bei Viktoria Schaafheim weitergehen. „Das ist schon ein bisschen tricky“, sagt Marco Saul aufgrund des frühen Beginns, zwei Wochen vor dem ersten kompletten Spieltag. Nach Trainingsbeginn am 22. Januar bleiben ihm und seinem Team rund vier Wochen Vorbereitung.

Abgesehen vom Highlight im Kreispokal, als man Ende September gegen Verbandsligist SV Münster einen 1:0-Derbysieg feierte, erinnert sich Marco Saul an die guten Leistungen in den Topspielen in Urberach (0:0) und Ober-Roden (4:4). Sehr stark auch die Auftritte gegen den TSV Klein-Umstadt (10:0) und Viktoria Kleestadt (4:0), die als ungeschlagene Topteams nach Eppertshausen gekommen waren. Lediglich Ende Oktober beim 0:4 in Heubach musste sich Eppertshausen geschlagen geben. In der Rückrunde kann Marco Saul voraussichtlich auch wieder auf die teils lange verletzten Sefa Ustabasi, Jannik Beutin und Jamal Shafiq zurückgreifen. Samuel Owusu, Tim Schröter und Abel Zeweldi sind mit jeweils neun Toren derzeit die besten Torschützen des FVE.

In Urberach sieht man trotz der Tabellenführung die Favoritenrolle beim FVE. Von Eppertshausen werde der Aufstieg mehr erwartet. „Wir wollen uns in jedem Spiel am Limit bewegen, wenn dabei der Aufstieg herauskommt, wird sich bei uns sicher keiner wehren“, meint Urberachs Trainer Kayhan Özen, dessen Team mit 14 Gegentreffern die wenigsten Tore kassiert hat und ungeschlagen das beste Auswärtsteam stellt.

(Text: PS)