Hochtaunuskreis erneut als Fairtrade-Landkreis zertifiziert

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Vor zwei Jahren erhielt der Hochtaunuskreis vom gemeinnützigen Verein Fairtrade Deutschland e.V. erstmalig die Auszeichnung für sein Engagement zum fairen Handel. (Foto: Hochtaunuskreis)

Der Hochtaunuskreis erfüllt weiterhin die Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Landkreis. Die Auszeichnung wurde dem Hochtaunuskreis erstmalig im Jahr 2020 durch Fairtrade Deutschland e.V. verliehen. Seitdem baut der Hochtaunuskreis sein Engagement weiter aus und darf sich jetzt über die Rezertifizierung freuen.

Für Landrat Ulrich Krebs ist die Bestätigung der Auszeichnung „ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels im Hochtaunuskreis. Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen.“ Und Sozialdezernentin Katrin Hechler ergänzt: „Ich bin stolz, dass der Hochtaunuskreis dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Wir werden uns auch weiterhin mit viel Elan dafür einsetzen, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“

Vor zwei Jahren erhielt der Hochtaunuskreis vom gemeinnützigen Verein Fairtrade Deutschland e.V. erstmalig die Auszeichnung für sein Engagement zum fairen Handel. Voraussetzung dafür war die Erfüllung von fünf Kriterien. Diese sind die Unterstützung des fairen Handels durch einen Kreistagsbeschluss, die Gründung einer Steuerungsgruppe, die alle Aktivitäten koordiniert, das Angebot von fair gehandelten Produkten in Geschäften und gastronomischen Betrieben im Hochtaunuskreis, den Gedanken des fairen Handels in Vereine, Schulen und Kirchengemeinden tragen und die Berichterstattung der Arbeit der Steuerungsgruppe in den lokalen Medien.

Oberursel und Bad Homburg ebenfalls bereits als Fairtrade-Kommune ausgezeichnet

Im Hochtaunuskreis sind mit Oberursel und Bad Homburg zwei Städte ebenfalls bereits als Fairtrade-Kommune ausgezeichnet. Sechs weitere Städte und Gemeinden haben sich auf den Weg gemacht, die geforderten Kriterien zu erfüllen. Drei Schulen, das Kaiserin-Friedrich Gymnasium (Bad Homburg) sowie die Integrierte Gesamtschule Stierstadt und die Feldbergschule (beide Oberursel) haben mittlerweile die Auszeichnung als Fairtrade-School erhalten, weitere Schulen sind an einer Zertifizierung interessiert.

In den vergangenen Jahren ist ein breites Netzwerk entstanden an Akteuren, die sich für einen fairen Handel einsetzen. Das wurde auch bei dem Treffen der Steuerungsgruppe am Mittwoch deutlich. Gekommen waren Vertreter der Städte Bad Homburg und Oberursel, von Schulen, der Dehoga (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) sowie der Welt-Läden im Hochtaunuskreis. Bei der Sitzung wurden die anstehenden Veranstaltungen und Publikationen besprochen. So soll es unter anderem einen neuen Einkaufs- und Genussführer für den Hochtaunuskreis geben.

Das Markenlabel Fairtrade steht für gerechte Handelsbedingungen und hat zum Ziel, dass die Produzenten in ihren Herkunftsländern über existenzsichernde Lebensgrundlagen verfügen und Ihre Zukunft selbstbestimmt gestalten können. Die wichtigsten Kriterien des Fairen Handels sind das Verbot von illegaler Kinderarbeit und Zwangsarbeit, die Schaffung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen und garantierte Mindestpreise.

Wer Interesse an der Zusammenarbeit hat, kann sich bei der Leitstelle Integration unter der Telefonnummer (06172) 999-4200 oder per E-Mail
an leitstelle-integration@hochtaunuskreis.de melden.

(Text: PM Hochtaunuskreis)