NABU Rodgau: Bei der Gartengestaltung an die Tierwelt denken

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Krainer Biene labt sich am Jakobsgreiskraut. (Foto: NABU/Pulwey )

Der Frühling naht, die Menschen zieht es ins Grüne. Gartenbesitzerinnen und -besitzer stehen nun in den Startlöchern, um die Pflanzen und den Boden für die warme Jahreszeit vorzubereiten.

Der Naturschutzbund (NABU) Rodgau bittet alle Naturfreunde, bei der Gartengestaltung an die Tierwelt zu denken. Denn Vögel, Insekten und Säugetiere brauchen Nahrung, und diese kann ein zumindest partiell naturbelassener Garten liefern.

Abgestorbene Hölzer und geschnittene Zweige gehören in ein eigenes Eckchen. Dort dienen sie dem lautstark singenden Zaunkönig als Brutrevier und im Winter dem Igel als Unterschlupf.

Gerne nutzen auch kleine Wildbienen Altholz als Brutversteck für die winzigen Eier. Die Tiere sind so klein, sie fallen kaum auf. Trotzdem gibt es 585 Arten in Deutschland; mehr als die Hälfte ist vom Aussterben bedroht. Die Pollen der Schafgarbe, der Doldenblütler, des Feldahorns, der Akelei, des Lavendel, der Lupine, der Wilde Malve, der Schlehe und des Pfaffenhütchens stehen auf der Speisekarte der kleinen Flieger.

In trockenen Perioden braucht die Fauna jeden Tag frisches Wasser. Vögel trinken und baden gerne in den am Baum aufgehängten Tränken (der Fachhandel bietet verschiedene Artikel an), für Säugetiere steht die Wasserquelle auf dem Boden. Die Trinkgefäße sind täglich zu reinigen.

Der Blick des Gartenbesitzers kann schon jetzt zwölf Monate in die Zukunft gehen: Für das nächste zeitige Frühjahr sind Frühblüher im Garten dekorativ: Leberblümchen, Märzenbecher, Narzisse, Scharbockskraut, Winterling und Blaustern bilden Pollen, wenn die ersten Insekten nach der Winterruhe auf Erkundungsflug gehen. Hummeln frischen die Nahrungsreserven schon zeitig im Jahr gerne an der Salweide und der Kornelkirsche auf.

(Text: PM NABU Rodgau)