Zahl der Wildunfälle im Kreis Groß-Gerau steigt

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Das Schaubild zeigt die Entwicklung der Wildunfälle im Kreis in den vergangenen Jahren. (Grafik: Kreis Groß-Gerau)

Unfallkommission warnt vor Gefahrenstellen

Die Unfallkommission des Kreises Groß-Gerau – bestehend aus Hessen Mobil, Polizei und Unterer Straßenverkehrsbehörde – weist auf die Entwicklung der Wildunfälle in den vergangenen Jahren hin. Bei den Zahlen, die im Schaubild festgehalten sind, handelt es sich lediglich um von der Polizei aufgenommene Wildunfälle. Es ist daher davon auszugehen, dass die tatsächliche Anzahl höher ist.

Die Unfallkommission nimmt dies zum Anlass, auf Folgendes hinzuweisen:

„Achten Sie auf die Verkehrszeichen, die auf die Gefahr von Wildwechseln hinweisen, und reduzieren Sie an diesen Streckenabschnitten, vor allem in der Dämmerung und bei Nacht, Ihre Geschwindigkeit.“ Auf einer Übersichtskarte sind die von Wildunfällen am häufigsten betroffenen Streckenabschnitte im Kreis Groß-Gerau eingezeichnet. Bei den Ziffern auf dieser Karte handelt es sich um Nummern der Unfallkommission, die jeweils für eine Unfallhäufungsstelle stehen – d. h., pro Ziffer ereigneten sich mindestens fünf Wildunfälle im Kalenderjahr. An diesen Orten ist erhöhte Vorsicht geboten.

Auch in den Frühlings- und Sommermonaten besteht das Risiko eines Wildunfalls

In den letzten drei Jahren war neben Oktober/November auch in den Monaten April/Mai sowieso Juli/August eine hohe Unfallbelastung zu verzeichnen. Fühlen sich Wildtiere bedroht, steigt das Risiko, dass sie unkontrolliert auf die Straße laufen. Daher sollten Hunde, insbesondere in der Brut- und Setzzeit zwischen März und September, an der Leine bleiben und Spaziergänger auf den Wegen.

In der Hessenwarn-App kann die Kategorie „Wildwarner“ eingeschaltet werden, die vor Gefahrenabschnitten mit erhöhter Wildwechselgefahr warnt. Sollte sich ein Wildunfall ereignet haben, ist die Polizei zu informieren, so die Unfallkommission.

Die Kommission betrachtet jährlich die Unfallhäufungsstellen im Kreis Groß-Gerau und beschließt Maßnahmen zu ihrer Beseitigung. An den meisten mit Wildunfällen belasteten Streckenabschnitten wurden die zur Verfügung stehenden Maßnahmen (z. B. Anordnung einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit, Anbringung des Verkehrszeichens „Wildwechsel“) bereits umgesetzt. Auch steht die Unfallkommission im Austausch mit dem Kreisjägerverein.

Da sich Wildunfälle, trotz derartiger Maßnahmen, jedoch nicht komplett vermeiden lassen, ist die Beachtung der zuvor genannten Punkte umso wichtiger.

(Text: PM Kreis Gro-Gerau)