Offenbach verpflichtet sich zu nachhaltigem Planen und Bauen

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(Symbolfoto: Capri23auto auf Pixabay)

Die Stadt Offenbach am Main verpflichtet sich zum nachhaltigen Planen und Bauen und setzt sich damit aktiv für den Klimaschutz, den Schutz der natürlichen Ressourcen und eine zukunftssichere Baukultur ein. Als ein Baustein ist die Stadt Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB).

„Durch die Mitgliedschaft in der DGNB unterstützt die Stadt Offenbach die Entwicklung nachhaltigen Bauens und Handelns. Die Stadt Offenbach strebt bei künftigen Hochbauprojekten die Zertifizierung für nachhaltiges Bauen an und schlägt damit bewusst den Weg zu mehr Klimaschutz ein“, erläutert Baudezernent Paul-Gerhard Weiß.

Die DGNB bietet ein Zertifizierungssystem mit sechs Kriterien für fertige Bauten. Durch die Mitgliedschaft in der DGNB unterstützt die Stadt Offenbach die Entwicklung nachhaltigen Bauens und Handelns.

Aktuell wird die Zertifizierung des Neubaus für die Emmy-Noether-Schule auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs angestrebt. Auch die Bundesförderung für den Neubau ist inzwischen in der Regel an eine erfolgreiche Zertifizierung für Nachhaltiges Bauen geknüpft. Für das Projekt Emmy-Noether-Schule können somit voraussichtlich die Bedingungen für eine Förderung durch das Programm Klimafreundlicher Neubau des Bundes erfüllt werden.

Hintergrund

Die DGNB steht für Europas größtes Netzwerk für nachhaltiges Bauen. Was alle Mitglieder der DGNB verbindet, sind ihr Interesse und ihre Bereitschaft, sich für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz in der Bau- und Immobilienwirtschaft aktiv einzusetzen. Als Nicht-Regierungs-Organisation agiert die DGNB unabhängig von aktuellen politischen Verhältnissen, arbeitet jedoch auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene mit verschiedenen politischen Entscheidungsträgern inhaltlich zusammen, um der Nachhaltigkeit eine starke Stimme zu geben. Mitglieder erhalten Zertifizierungen günstiger und können von Angeboten der DGNB profitieren.

Nachhaltiges Bauen bedeutet einen bewussteren Umgang und Einsatz vorhandener Ressourcen, die Minimierung des Energieverbrauchs sowie das Bewahren der Umwelt. Dabei basiert das gängige Nachhaltigkeitskonzept auf einem Drei-Säulen-Modell bestehend aus Ökonomie, Ökologie und sozialen Aspekten. Diese Idee lässt sich auch auf das Bauen übertragen. Die Ökonomie bezieht sich darauf, dass Gebäude wirtschaftlich sinnvoll geplant und die Kosten über den gesamten Lebenszyklus betrachtet werden. Die Ökologie steht – vereinfacht gesprochen – für den ressourcen- und umweltschonenden Bau von Gebäuden. Im Fokus des Sozialen stehen die Belange der Nutzenden des Gebäudes. Von nachhaltigem Handeln kann also dann gesprochen werden, wenn diese drei Faktoren in Einklang gebracht sind.

Das Nachhaltigkeitskonzept der DGNB geht noch einen Schritt weiter und setzt auf insgesamt sechs Themenfelder. So spielen zusätzlich zur Ökologie, Ökonomie und den sozialen Aspekten auch die Technik, der Prozess sowie der Standort bei der Planung und dem Bau von Gebäuden eine Rolle. Die genannten Kriterien werden im Rahmen einer Zertifizierung bewertet. Je nach Qualität und Erfüllungsgrad dieser Kriterien vergibt die DGNB Zertifikate in Bronze, Silber, Gold und Platin für das fertiggestellte Bauwerk.

Die oben genannten Aspekte, angefangen vom Einsatz bestimmter Materialien bis hin zur Berücksichtigung von Wohlfühlfaktoren: Alle diese Kriterien spielen bei der Bewertung von Gebäuden eine Rolle und bestimmen letztlich auch, wie nachhaltig ein Bauwerk ist. Für die objektive Bewertung und Beschreibung der Nachhaltigkeit von Gebäuden und Quartieren gibt es das DGNB-Zertifizierungssystem, das in seiner Form einzigartig ist. Denn es bewertet die Qualität im umfassenden Sinn, über den gesamten Gebäudelebenszyklus von 50 Jahren.

Links: https://www.dgnb.de/de

(Text: PM Stadt Offenbach)