Gewinnerinnen und Gewinner des Fotowettbewerbs “Blühende Gärten” stehen jetzt fest

255
Foto oben v.l.n.r: Rouven Kötter (Erster Beigeordneter Regionalverband), Dr. Kirsten Schröder-Goga (Leiterin Abteilung Klima, Energie und Nachhaltigkeit, Regionalverband), Jörg Keutz (Stadt Frankfurt), Rosemarie Heilig (Stadträtin, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, Stadt Frankfurt), Dirk Schneider (Stadt Frankfurt), Harald Hildmann (Stadt Frankfurt), Sabine von Bebenburg (Geschäftsführerin KulturRegion FrankfurtRheinMain gGmbH) und Bettina Kühn (Abteilung Klima, Energie und Nachhaltigkeit, Regionalverband). Foto unten links v.l.n.r: David Rendel (Bürgermeister Stadt Raunheim), Julia Bartsch (Stadt Raunheim) und Karin Jechimer (Stadt Raunheim). Foto unten Mitte v.l.n.r: Frank Behle und Anke Schleich (beide Stadt Kelkheim). Foto unten rechts v.l.n.r: Rouven Kötter (Erster Beigeordneter Regionalverband) mit Jennifer Geb (Stadt Rüsselsheim). (Foto: Regionalverband FrankfurtRheinMain)

Es ist so weit: Die Gewinnerinnen und Gewinner des diesjährigen Fotowettbewerbs „Blühende Gärten“ sind ermittelt! Regionalverband FrankfurtRheinMain und die KulturRegion FrankfurtRheinMain zeichnen gemeinsam 4 Kommunen und 11 Privatpersonen für die vorbildliche Gestaltung von klimaangepassten und insektenfreundlichen Balkonen, Gärten und öffentlichen Grünflächen aus.

Bei der zweiten Auflage des Fotowettbewerbs „Blühende Gärten“ gingen insgesamt 126 Einsendungen aus 48 Kommunen aus dem Verbandsgebiet ein. Die Resonanz verdeutlicht das anhaltend große Interesse in der Region, selbst ein Zeichen gegen den Klimawandel zu setzen. Mit Fotos und einer Kurzbeschreibung konnten Privatpersonen und Kommunen aus dem Gebiet des Regionalverbandes darstellen, wie sich in Gärten, auf Balkonen und Grünflächen klimaangepasst und artenfreundlich gärtnern lässt. Per Online-Abstimmung hatte die Öffentlichkeit unter Beteiligung einer Fachjury die besten Begrünungen bestimmt.

Kategorie “Kommunale Flächen”

In der Kategorie „Kommunale Grünflächen“ werden die folgenden Städte und Gemeinden ausgezeichnet: Frankfurt am Main (Platz 1 und Platz 2) für die klimagerechte Neugestaltung des Paul-Arnsberg-Platzes im Frankfurter Ostend sowie für die Anlage eines Wildbienengartens im Frankfurter Hauptfriedhof; Raunheim für die Schaffung eines 1000 Quadratmeter großen NaturErlebnisGartens (Platz 3); Kelkheim für diverse Maßnahmen zur Steigerung der Biodiversität (Platz 4) und Rüsselsheim für die Umgestaltung des Straßenbegleitgrüns an der Bensheimer Straße zur blühenden Oase (Platz 5).

Kategorie „Balkone,Terrassen, Fensterbank (außen), Hof-, Fassaden- und Dachbegrünung “

In der Kategorie „Balkone, Terrassen, Fensterbank (außen), Hof-, Fassaden- und Dachbegrünung “ werden ausgezeichnet: Kerstin Hahn (Liederbach) für ihren 8 Quadratmeter großen Balkon, der mit über 50 Pflanzenarten Lebensräume für Mensch und Tier bietet (Platz 1); Nicole Bornhütter (Frankfurt am Main) für ihren klimaangepassten und wasseroptimierten Balkon mit Regenwasser-Reservoir und solarbetriebener Tröpfchenanlage (Platz 2); Isabelle van Rennings-Rizos (Maintal) für einen insektenfreundlich mit Wildblumen bepflanzten Balkon in der 9. Etage (3. Platz); Susanne Schmidt-Barbo (Hofheim am Taunus), die den Dachbalkon zu einem Refugium für Wildblumen, Kräuter, Insekten und Vögel gestaltete (Platz 4); Henriette Tomasi (Kronberg im Taunus) für einen Balkon in der Kronberger Altstadt, der sich mit seinem Mix aus bienen- und hummelfreundlichen Pflanzen zu einem Magneten für Insekten und Vögel entwickelt hat (Platz 5) sowie Mirjam Kremer (Frankfurt am Main), deren „essbare Fensterbänke“ reiches Nahrungsangebot für Vögel und Insekten bieten (ebenso Platz 5).

Kategorie „Gärten“

In der Kategorie „Gärten“ werden ausgezeichnet: Kerstin Moller (Offenbach am Main) für ihren naturnahen Garten mit Altbaumbestand, trockenheitsresistenten Stauden, Totholzecken und unversiegelten Wegen (Platz 1); Kerstin Kwasniok (Karben) für einen naturnahen Reihenhaus-Garten mit Staketen-Zaun, Stein-Iglu, Schattenteich, Sandarium und Trockenmauer (Platz 2); Ellen Heckel (Bad Nauheim) für einen ökologisch bewirtschafteten Garten am Wohnhaus inklusive Bienenweide, Gehölzen und jede Menge Nahrungsangebot für Insekten (Platz 3); Wilhelm Goy (Bruchköbel) für seinen Garten mit Bachlauf mit Erdkröten, Teichfröschen und Molchen Lebensraum für Holzbienen (Platz 4) sowie Birgit Reinecke (Oberursel), die ihren Vorgarten in einen ökologischen Garten und Insektenparadies verwandelte (Platz 5).

„Die Auszeichnung ehrt nicht nur die vielen Mitwirkenden an beiden Projekten, von den engagierten Gärtnerinnen und Gärtner auf dem Hauptfriedhof bis zur Initiative PAPI am Paul-Arnsberg-Platz. Sie macht auch Mut, noch mehr Leben auf unsere öffentlichen Plätze und die vielen privaten Grundstücke in Frankfurt zu bringen. Jede(r) einzelne kann etwas für die Biodiversität und das Stadtklima tun. Lassen Sie sich vom Wildbienen-Biotop und dem neuen Paul-Arnsberg-Platz inspirieren“, freute sich Frankfurts Klima- und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig über das sehr gute Abschneiden der Mainmetropole beim Fotowettbewerb.

Über das im Wettbewerb ausgezeichnete Projekt von Raunheim sagte David Rendel, Bürgermeister von Raunheim: „Der ‚NaturErlebnisGarten‘ ist nicht nur ein Ort der Entspannung und Erholung, sondern auch ein lebendiges Zeugnis für unser Engagement im Umweltschutz und in der Förderung der Biodiversität.“ „Ich finde es großartig, dass auch die zweite Auflage unseres Fotowettbewerbs ‚Blühende Gärten‘ auf so ein großes Interesse gestoßen ist. Angesichts des fortschreitenden Klimawandels bewirkt jede einzelne Veränderung in Gärten, Höfen und Balkonen ein Mehr an Biodiversität und Klimaanpassung in unsere Region. Es ist toll, wie viele gute Beispiele für klimaangepasstes und nachhaltiges Gärtner bei uns eingegangen sind“, betonte Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbands und zuständig für Nachhaltigkeit und Klimaanpassung.

Kreativer und verantwortungsbewusster Umgang mit der Ressource Wasser

„Der Fotowettbewerb zeigt wie vielfältig die Ansätze der Menschen in unserer Region sind, ihre Gärten und grünen Oasen klimagerecht zu gestalten, damit eine lebenswerte Umgebung zu schaffen und andere mit ihrem Engagement anzustecken. Besonders freut mich zu sehen, wie sie dabei kreativ und verantwortungsbewusst mit der Ressource Wasser – diesjähriger Fokus unseres Projektes GartenRheinMain – umgehen“, sagte Sabine von Bebenburg, Geschäftsführerin der KulturRegion FrankfurtRheinMain.

Ebenso erfreut über die zahlreichen und qualitativ guten Einsendungen des Fotowettbewerbs zeigte sich Dr. Kirsten Schröder-Goga, Leiterin der Abteilung Klima, Energie und Nachhaltigkeit im Regionalverband: „Die vielen Einsendungen zum Fotowettbewerb zeigen das große Engagement und das wachsende Bewusstsein in der Bevölkerung, sich für die Artenvielfalt einzusetzen und sich auf das ändernde Klima einzustellen. Wir freuen uns, dieses Engagement von Privatpersonen und unseren Mitgliedkommunen mit der Preisverleihung zu würdigen und in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Dies möchten wir auch in Zukunft fortsetzen.“ Als Preise gab es Solarpanels, Gutscheine für eine regionale Gärtnerei, ein nachhaltiges Geschäft oder das MainÄppelHaus Lohrberg Streuobstzentrum e. V. im Gesamtwert von mehr als 1.000 Euro. Zu der Fachjury des Fotowettbewerbs zählten Matthias Harnisch (Stadt Riedstadt), Tanja Matschinsky (Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen LLH, Fachgebiet Hessische Gartenakademie) und Dr. Daniela Warzecha (Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung). Die Fachjury wählte aus der Vielzahl an Einsendungen jene Begrünungen aus, welche die meisten Kriterien einer insektenfreundlichen und klimaangepassten Gestaltung erfüllen.

Weitere Informationen

Vorstellung aller Gewinnerbeiträge von Kommunen und Privatpersonen mit Fotos und Kurzskizze des jeweiligen Projekts auf dem Klima-Energie-Portal des Regionalverbandes unter http://www.klimaenergie-frm.de/fotos.

Wer seine Begrünungen im eigenen Heim klimaresilient gestalten und Insekten mehr Lebensraum bieten möchte, erhält zahlreiche Tipps in der Broschüre „Blühende Gärten“. Download unter http://www.klimaenergie-frm.de/gaertnern.

(Text: PM Regionalverband FrankfurtRheinMain)