Neu-Isenburg: Umbau der Hugenottenhalle und der Stadtbibliothek zu Kultur- und Bildungszentrum

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Auf dem Rosenauplatz soll ein neuer Kulturort entstehen - aus der Hugenottenhalle und der Stadtbibliothek, der zu integrierenden Volkshochschule, dem Stadtarchiv, der Stadtgalerie und der Musikschule soll ein Kultur- und Bildungszentrum im Sinne eines ‚Dritten Ortes‘ erwachsen. (Foto: Stadt Neu-Isenburg)

Wie geht es weiter mit der Hugenottenhalle und der Stadtbibliothek in Neu-Isenburg? Eine Antwort soll nun der architektonische und freiraumplanerische Realisierungswettbewerb geben, der im Januar 2024 gestartet wird.

„Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung am 8. November für den Realisierungswettbewerb war ein wichtiges Signal und eine zukunftsweisende Entscheidung. Damit haben wir einen weiteren Meilenstein für die Realisierung eines neuen Kultur- und Bildungszentrums in Neu-Isenburg auf den Weg gebracht“, sagt Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein.

Neuen Glanz, aber auch eine inhaltliche Neuausrichtung soll das ehemalige Leuchtturmprojekt, das 1976 errichtet wurde, erfahren. Auf dem Rosenauplatz soll ein neuer Kulturort entstehen – aus der Hugenottenhalle und der Stadtbibliothek, der zu integrierenden Volkshochschule, dem Stadtarchiv, der Stadtgalerie und der Musikschule soll ein Kultur- und Bildungszentrum im Sinne eines ‚Dritten Ortes‘ erwachsen. Neben organisatorischen und funktionalen Maßnahmen sind dafür die bauliche Sanierung und Erweiterung geplant.

2021 wurde von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen, auf der Grundlage des Bestandes von 10.440 Quadratmetern Bruttogrundfläche zuzüglich der festgelegten Erweiterung um 4.110 Quadratmeter einen Realisierungswettbewerb zu starten.

Die dafür benötigten detaillierten Auslobungsunterlagen wurden in den vergangenen Monaten von einem interdisziplinären Team der Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Büro Freischlad + Holz erstellt. Die Zielsetzung, der Zeitplan, die Kosten und die Zusammensetzung des Preisgerichtes wurden der Stadtverordnetenversammlung im November 2023 zur Kenntnis vorgelegt.

Im Januar 2024 wird der Wettbewerb gestartet und Ende August 2024 abgeschlossen sein. Die Wettbewerbskosten belaufen sich auf rund 447.000 Euro und stehen im Haushalt bereit. Förderfähig sind davon 100.000 Euro aus dem Förderprogramms Wachstum und nachhaltige Erneuerung (vormals StadtUmbau). Die Förderung wurde bereits bewilligt. Der Realisierungswettbewerb ist ein essentieller Baustein auf dem Weg zu belastbaren Baukostenschätzungen und der Prüfung von Fördermöglichkeiten.

Die Siegerentwürfe und damit verbunden die Vergabe der Preisgelder wird gemeinschaftlich von einem Fachpreisgericht und einem Sachpreisgericht entschieden. Das Preisgeld für die Architektur ist mit 242.760 Euro dotiert und für die Landschaftsarchitektur mit 44.030 Euro. Bei dem Realisierungswettbewerb ist die Anzahl der teilnehmenden Teams auf 25 begrenzt.

Die Sachpreisjury wird neben Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein und Erstem Stadtrat Stefan Schmitt aus Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern der Neu-Isenburger Politik gebildet. Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner, Bürgermeister a.D. Herbert Hunkel und der ehemalige Kultur- und Sportdezernent Theo Wershoven sitzen als stellvertretende Sachpreisrichter ohne Stimmrecht ebenfalls in der Jury. Die Sachpreisjury wird die Entwürfe gemeinsam mit der aus Architekten und Planern besetzten Fachpreisjury analysieren, bewerten und Empfehlungen für die weitere Planung aussprechen.

Zeitplanung

Am 22. Januar 2024 wird der Wettbewerb veröffentlicht, bis zum 8. März 2024 soll die Auswahl der Teilnehmenden abgeschlossen sein. Das Preisgericht wird vom 26. bis zum 27. August tagen und zum Abschluss eine Empfehlung für die weitere Planung geben. Im Anschluss an die Preisgerichtssitzung sind die Entwürfe der Arbeiten vom 28. August 2024 bis zum 1. September 2024 öffentlich in der Hugenottenhalle einsehbar.

(Text: PM Stadt neu-Isenburg)