Im Caritas Seniorenzentrum Eppertshausen geht es wohl noch dieses Jahr los

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Im Eppertshäuser Baugebiet „Am Abteiwald“ wächst inmitten von Wohnhäusern das Caritas Seniorenzentrum heran. Das Foto zeigt das kleinere und niedrigere Gebäude, in dem zwölf der 38 barrierefreien Wohnungen untergebracht werden. (Foto: jedö)

Es sind die beiden größten Gebäude, die im Eppertshäuser Baugebiet „Am Abteiwald“ entstehen: Die Gemeinnützige Siedlungswerk GmbH (Frankfurt) als Bauherrin und der Caritasverband Darmstadt als baldiger Generalmieter biegen derzeit mit jenem Großprojekt auf die Zielgerade ein, das derzeit den Namen „Caritas Seniorenzentrum Eppertshausen“ trägt. Den Titel soll noch der Name eines Heiligen vervollständigen, schließlich gehört das Wohnungsunternehmen neben und mehreren Caritasverbänden (darunter Darmstadt) auch mehreren Bistümern (darunter Mainz). Spannender als die finale Bezeichnung ist indes, wann es losgeht. Die kurze Antwort: Etwas später als geplant, aber noch in diesem Jahr.

Die lange Antwort liefert für den Caritasverband Darmstadt Claudia Betzholz von der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Zunächst bestätigt sie die bauliche Ausführung, die Caritas und Siedlungswerk beim Richtfest im April 2023 präsentiert hatten und an der exakt festgehalten wurde: Am Eppertshäuser Waldrand, wo im neuen Baugebiet mittlerweile rund 80 Prozent der Grundstücke bebaut sind (meist mit Einfamilienhäusern), prägen demnächst zwei Immobilien besonders markant das Bild. Insgesamt entstehen dort 56 Pflegeplätze in vier Wohngemeinschaften und 38 barrierefreie Wohnungen für Senioren.
Auf dem 5 700 Quadratmeter großen Areal, das die Gemeinde Eppertshausen wie alle Flächen zusammen mit einer Entwicklungsgesellschaft verkauft hat, entstehen im kleineren der beiden Gebäude zwölf Wohnungen für ältere Menschen. Drei davon werden rollstuhlgerecht ausgeführt. Die 26 anderen barrierefreien Wohnungen werden im anderen, größeren der beiden Gebäude errichtet. Dort finden sie ihren Platz im zweiten Obergeschoss und im Staffelgeschoss. In diesen 38 Wohnungen können Alleinstehende und Paare selbstbestimmt leben, bei Bedarf über die Buchung von Wahlleistungen aber auch die Infrastruktur der Caritas für die Pflegeplätze nutzen.

Die pflegebedürftigen Bewohner in spe des Caritas Seniorenzentrums Eppertshausen finden ihren Platz durchweg im größeren der beiden Gebäude, das Bauträger und Betreiber bislang nüchtern „Bauteil 1“ nennen. Die 56 Pflegeplätze werden sich in der neuen Einrichtung auf vier Wohngemeinschaften à 14 Bewohner aufteilen. Diese WGs werden im Erd- und ersten Obergeschoss untergebracht. In Bauteil 1 sollen auch eine Tagesbetreuung und ein „Begegnungscafé“, das auch externen Besuchern offensteht, angeboten werden.
Unterm Strich sollen nahe dem Eppertshäuser Waldrand rund 100 Menschen in diese beiden Gebäude einziehen, betreut von (wohl meist weiblichen) Mitarbeitern in circa 30 Vollzeitstellen. Die Investitionssumme liegt bei mehr als 20 Millionen Euro. Ursprünglich hatte das Gemeinnützige Siedlungswerk von einer Fertigstellung und Übergabe „im Sommer 2024“ gesprochen. Caritas-Sprecherin Betzholz konstatiert: „Trotz baulich sehr herausfordernder Zeiten wird von der GSW mit einer Übergabe an die Caritas im September 2024 der Termin erfreulicherweise eingehalten.“ Allerdings sei dann „bis zur endgültigen Aufnahme der ersten Bewohner natürlich noch viel zu tun, so dass wir mit dem Umzug bis Ende des Jahres rechnen“.

Dabei sind die Seniorenwohnungen von den Pflegeplätzen zu unterscheiden. „Die Umzüge in die Wohnungen werden individuell mit den neuen Mietern abgesprochen“, so Betzholz. Dies geschehe „unabhängig vom Bezug des Wohnheimes“. Beides solle aber „bis Ende des Jahres vollzogen sein“. Die Vermarktung der Wohnungen soll im April beginnen, Interessenten sich diesbezüglich ans Eppertshäuser Rathaus wenden. Die Miethöhe pro Quadratmeter steht noch nicht fest.

Für die Pflegeplätze können sich Interessenten telefonisch unter 06071/9285-20 melden. Unter dieser Nummer werden sie Sonja Belghith-Kramwinkel erreichen. Sie leitet derzeit das Altenzentrum St. Rochus in der Gerhardt-Hauptmann-Straße in Dieburg und ist schon länger als neue Leiterin des Caritas Seniorenzentrums Eppertshausen auserkoren. Die Tages des in die Jahre gekommenen Dieburger Altenzentrums sind gezählt, laut Betzholz ist Belghith-Kramwinkel „zurzeit mit allen Bewohnern und Angehörigen wegen des bevorstehenden Umzuges der Einrichtung in Gesprächen“.

Das heißt, dass die aktuell in Dieburg untergebrachten Personen mindestens das Angebot erhalten sollen, auf ihre späten Tage noch einmal nach Eppertshausen umzuziehen. In den nächsten Monaten würden die Angehörige zu Infoveranstaltungen ins Altenzentrum St. Rochus eingeladen. Der Caritasverband betont in diesem Zusammenhang: „Für Bewohner und Bewohnerinnen, die den Dieburger Standort nicht verlassen möchten, werden Alternativen vor Ort gesucht. Es ist uns ein sehr wichtiges Anliegen, für alle Beteiligten die bestmögliche Lösung zu finden.“

(Text: jedö)