Odenwaldkreis: Projekt unterstützt frühe Sprach- und Leseförderung von Kindern

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Wenn Kinder Geschichten vorgelesen bekommen, lernen sie selbst besser lesen und meistern ihren Bildungsweg erfolgreicher. Um Eltern dabei zu unterstützen, die richtigen Bücher zu wählen, gibt es das Programm „Lesestart 1-2-3“. Zwei Lesestart-Sets werden von Kinderärzten ausgegeben, das dritte erhalten Familien in örtlichen Büchereien. Auch die Katholische Öffentliche Bücherei St. Sophia (KÖB) und die Stadtbücherei in Erbach beteiligt sich. Willi Weiers (Leiter der KÖB, rechts) und Marc Ziegler (Leiter der Stadtbücherei, zweiter von rechts) und Ute Naas vom Kulturmanagement des Odenwaldkreises überreichen ein Lesestart-Set an Tom und Lilli Lunkwitz. Mit dabei ist auch ihre Mutter Alice (links). (Foto: Katholische Öffentliche Bücherei Erbach)

Mehrere Büchereien im Kreis geben Lesestart-Set aus

“Wer lesen kann, ist klar im Vorteil” – an diesem Spruch ist einiges dran: Kinder, die mit Büchern und Geschichten aufwachsen, lernen selbst besser Lesen, haben mehr Spaß daran und sie meistern ihren Bildungsweg erfolgreicher. Eltern spielen dabei eine maßgebliche Rolle: Bereits in den ersten Lebensjahren legen sie den Grundstein für eine ganzheitliche Entwicklung ihrer Kinder – dazu gehört es auch, ihnen Geschichten vorzulesen.

Das bundesweite Programm „Lesestart 1-2-3“ zur frühen Sprach- und Leseförderung unterstützt Eltern dabei, ihren Kindern das Lesen näher zu bringen. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und von der Stiftung Lesen durchgeführt. Ute Naas vom Kulturmanagement des Odenwaldkreises unterstützt das Projekt vor Ort.

Eltern erhalten für ihre Kinder im Alter von einem, zwei und drei Jahren Lesestart-Sets. Die ersten beiden Sets werden im Rahmen der U6- und U7-Vorsorgeuntersuchungen in den teilnehmenden Kinderarztpraxen verteilt. Wenn die Kinder drei Jahre alt sind, können die Familien dann das Lesestart-Set Nummer drei in den örtlichen Büchereien erhalten. Zu allen drei Sets gehören ein altersgerechtes Bilderbuch, Informationen für die Eltern mit Alltagstipps zum Vorlesen und Erzählen und eine kleine Stofftasche.

Im Odenwaldkreis beteiligen sich die folgenden Büchereien am Programm „Lesestart 1-2-3“:
Kath. Öffentliche Bücherei St. Sophia (Hauptstraße 42, 64711 Erbach)
Stadtbücherei Erbach (Hauptstraße 56, 64711 Erbach)
Kath. Bücherei St. Sebastian Lesespaß (D’Orvillestraße 22, 64720 Michelstadt)
Ev. Öffentliche Bücherei Mümling-Grumbach (Pfarrstraße 5, 64739 Höchst)
Ev. Öffentliche Bücherei Fränkisch-Crumbach (Rodensteiner Straße 8, 64407 Fränkisch-Crumbach)
Kath. Öffentliche Bücherei Wortschatz (Böltener Str. 14, 64739 Höchst)
Kath. Bücherei St. Margareta Seckmauern (Maihohl 3, 64750 Lützelbach)

Die Lesestart-Sets eins und zwei werden von der Gemeinschaftspraxis Dr. med. Birgit Wolpert und Eleonore Ries (Erlenbacher Straße 42, 64711 Erbach) und der Kinderarztpraxis Dr. med. Romy Schreck (Gerhart-Hauptmann-Straße 13, 64711 Erbach) im Rahmen der U6 und U7-Vorsorgeuntersuchungen ausgegeben.

Hintergrund

Lesestart 1-2-3 wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bis 2026 mit rund 21 Millionen Euro gefördert. Umgesetzt wird das Projekt von der Stiftung Lesen. Sie setzt sich seit 1988 mit zahlreichen Initiativen und Aktivitäten für die Leseförderung ein. Rund 4,5 Millionen Lesestart-Sets werden durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und durch die Stiftung Lesen während der achtjährigen Laufzeit Familien mit Kleinkindern kostenfrei zur Verfügung gestellt. Als operative Stiftung führt sie in enger Zusammenarbeit mit Partnern Forschungs- und Modellprojekte sowie breitenwirksame Programme durch. Gemeinsam mit den teilnehmenden Kinder- und Jugendarztpraxen und Bibliotheken wird das Programm umgesetzt. Der Deutsche Kinder- und Jugendärzteverband und der Deutsche Bibliotheksverband sind die starken Partner des Projekts. Die vom Ministerium beauftragte kontinuierliche wissenschaftliche Begleitung des Projektes nimmt die Interval GmbH vor.

(Text: PM Odenwaldkreis)