IHK Frankfurt unterstützt Vorstoß zur Gewerbesteuersenkung

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(Symbolbild: Ibrahim Boran auf Unsplash)

Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main unterstützt den Vorstoß der Frankfurter Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst zu einer Gewerbesteuersenkung. Hintergrund des Vorstoßes der Wirtschaftsdezernentin waren laut Presseberichten die überraschend hohen Einnahmen aus den Gewerbesteuern im vergangenen Jahr, die mit 3,01 Milliarden Euro rund eine halbe Milliarde Euro über den Erwartungen lag.

„Wir unterstützen den Vorstoß, die Gewerbesteuer in Frankfurt zu senken“, sagte IHK-Präsident Ulrich Caspar. „Die Höhe der Gewerbesteuer ist ein relevanter Standortfaktor für Unternehmen. Die Risiken für die regionale Wirtschaft sind derzeit insgesamt vielfältig, von den hohen Energiekosten über den Fachkräftemangel bis hin zu langen bürokratischen Prozessen und internationalen Unsicherheiten. Von der Politik braucht es jetzt eine Reihe entlastender Maßnahmen.“ Auch die IHK habe den Kammerbeitrag für 2023 um 30 Prozent gesenkt, um den Unternehmen zu helfen, so Caspar. „Steuersenkungen sind Teil des politischen Instrumentenkastens, um Standortbedingungen so zu gestalten, dass eingesessene Unternehmen vor Ort bleiben und neue Unternehmen hinzukommen. Die gestiegenen Einnahmen aus den Gewerbesteuern lassen Spielräume zu, die Unternehmen zu entlasten, ohne den städtischen Haushalt übermäßig zu belasten.“ Durch eine Senkung der Gewerbesteuer könne Frankfurt auch die teilweise großen Unterschiede beim Hebesatz zu den Umlandgemeinden verringern und damit den Standort für Unternehmen attraktiver gestalten.

(Text: PM IHK Frankfurt am Main)