Stadt Michelstadt investiert stetig in Kinderbetreuung

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Symbolbild von Kindern im Kindergarten (Foto: Pixabay)

Die Kinderbetreuung liegt als eine der Kernaufgaben der Stadt Michelstadt besonders am Herzen. Deshalb wird in der Kernstadt und in allen Stadtteilen in insgesamt 15 Kindertagesstätten eine umfassende Betreuung geboten. „Die Anforderungen hinsichtlich Kapazitäten, Ausweitung der Betreuungszeiten und Qualität der Kinderbetreuung steigen seit Jahren stetig“, erläutert Bürgermeister Dr. Tobias Robischon. „Deshalb liegt hier ein besonderes Augenmerk unserer Investitionen.“

Im vergangenen Jahr ist beispielsweise die neue Kita am Stadthaus fertiggestellt worden. Das Investitionsvolumen lag bei 8,2 Mio. Euro. Hier ist eine moderne Einrichtung entstanden, die Platz für rund 124 Kinder aller Altersgruppen bietet. Neben den vier Kindergartengruppen für drei bis sechsjährige stehen dort nun auch zwei neue Krippengruppen für ein bis zweijährige Kinder zur Verfügung. Eine Frischkostküche mit eigenem Koch sorgt für gesunde und ausgeglichene Mahlzeiten während der Betreuungszeiten. Bei der offiziellen Einweihungsfeier am 27. April können sich Interessierte die Kindertagesstätte mit Familienzentrum anschauen und über das Betreuungsangebot informieren.

Die Kita am Campus wurde 2021/2022 umgebaut und hat ihr Angebot ebenfalls erweitert. Dort gibt es seit dem Umbau jeweils eine zusätzliche Kindergartengruppe und eine zusätzliche Krippengruppe.

Ein qualitativ höheres und erweitertes Betreuungsangebot sei natürlich auch verbunden mit höheren Aufwendungen für Personal, macht Robischon deutlich. „Um dem 2022 verabschiedeten ‚Gute Kita‘-Gesetz, das mit einem höheren Qualitätsanspruch verbunden ist, Rechnung zu tragen, haben wir in unseren Einrichtungen mit neuen Stellen den Betreuungsschlüssel verbessert und die Kita-Leitung gestärkt.“ Darüber hinaus würden mehr Plätze und längere Betreuungszeiten angeboten. Mit dem Einsatz von Vertretungskräften könnten außerdem kurzfristige, krankheitsbedingte Ausfälle besser kompensiert werden.

In den 15 Kindergärten stehen insgesamt 665 Plätze für Kinder ab dem ersten Lebensjahr bis zur Einschulung zur Verfügung. Damit erreicht die Stadt eine gute Versorgung. Bei Engpässen in der Kernstadt kann in der Regel eine Alternative in den Stadtteilen angeboten werden.

Aktuell steht genügend Fachpersonal zur Verfügung, was angesichts des Fachkräftemangels bemerkenswert ist. Das lässt sich die Stadt einiges kosten: So hat das Stadtparlament bereits 2022 beschlossen, die Erzieherinnen und Erzieher übertariflich zu bezahlen, um sich damit als attraktiver Arbeitgeber stärker zu engagieren und qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Durch die deutlichen Tariferhöhungen im vergangenen Jahr seien die Personalaufwendungen nochmal um insgesamt 1,7 Mio. Euro gestiegen.

„Die Aufwendungen der Stadt im Kindergarten-Bereich lagen 2022 bei rund 6,7 Mio. Euro – 2024 planen wir mit 9,5 Mio. Euro“, erklärt Robischon. „Damit fließen in den Bereich knapp 20 Prozent des gesamten städtischen Haushaltes ein, der 2024 auf rund 51,6 Mio. Euro beziffert wird. Der Zuschussbedarf im Kindergarten-Bereich steigt dadurch im Vergleich zu 2022 um 2,6 Mio. Euro an. Zum Vergleich: Die Stadt Michelstadt hat an den Grundsteuern im Jahr 2023 2,3 Mio. Euro eingenommen. Das Defizit schlägt sich auch in unseren Haushaltsplanungen nieder und muss durch andere Posten ausgeglichen werden, um die Genehmigungsfähigkeit des städtischen Haushalts trotz entstandener Lücke langfristig zu gewährleisten.“

(Text: PM Stadt Michelstadt)