Kreis Groß-Gerau: Gemeinschaft vielfältig leben

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Am ersten Workshop-Tag kamen alle zum Gruppenbild zusammen. (Foto: Kreis GG)

Gemeinsam stark: Workshop mit dem Jugendbildungswerk

Unter dem Motto „Gemeinsam stark – Gemeinschaft vielfältig leben“ stand ein Workshop, der am ersten Februarwochenende im Feuerwehrhaus Nauheim stattfand. Jugendfeuerwehr Nauheim und das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) der Kinder- und Jugendförderung Nauheim boten den Workshop an – in Kooperation mit dem Jugendbildungswerk des Kreises Groß-Gerau, das die inhaltliche Gestaltung und Organisation der Veranstaltung übernommen hatte.

Schwerpunkte des Workshops waren u.a. die Themenbereiche „Gemeinschaft“, „Werte“, „Vielfalt“ und „Diskriminierung“ sowie das Fördern des Gemeinschaftsgefühls. Es nahmen 15 aktive Mitglieder des KiJuPa und der Jugendfeuerwehr Nauheim im Alter zwischen 12 und 16 Jahren teil. Sie arbeiteten in Kleingruppen, diskutierten im Plenum, wandten verschiedene Rollenspiele an und schauten einen Kurzfilm, um anschließend darüber zu diskutieren. Durch ein früheres Beteiligungsprojekt, die Umgestaltung eines Spielplatzes in Nauheim, kannten sich die Teilnehmenden bereits, zumal sich auch einige sowohl in der Jugendfeuerwehr als auch KiJuPa engagieren. Das Miteinander während des gesamten Workshops war geprägt von Fairness, Teamgeist, Respekt und Offenheit.

Thema “Vielfalt” am ersten Workshop-Tag

Am ersten Workshop-Tag wurde das Thema Vielfalt bearbeitet. Mithilfe von Spielen und Übungen wurden die Teilnehmer*innen angeregt, über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu reflektieren sowie über ihre eigene Identität und Persönlichkeit nachzudenken. So sind während des Prozesse mehrere „Vielfaltsblumen“ entstanden. Dabei entdeckte man Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede, die auf kreative Weise die Einzigartigkeit eines jeden Menschen deutlich machten.

Nach dem Brainstorming zu wichtigen Grundsätzen einer Wertegemeinschaft wurden schließlich individuelle „Wertepyramiden“ erstellt. Diese machten nochmals Unterschiede in der persönlichen Wertevorstellung sichtbar, zeigten jedoch auch viele ähnliche Ansichten. Dies förderte auch die Kommunikationsfähigkeit und gegenseitige Achtsamkeit.

Der zweite Tag des Workshops widmete sich den Aspekten der Gruppenbildung, Ausgrenzung und Diskriminierung in der Gesellschaft. Durch eine interaktive Punkte-Übung wurde deutlich, wie die Gruppenbildungsprozesse funktionieren, welche Kriterien dabei eine Rolle spielen und was das für die Wahrnehmung von Zugehörigkeit bedeutet. In den anschließenden Diskussionen kam das Thema Ausgrenzung zur Sprache; Gedanken über Gefühle des Dazugehörens und Ausgeschlossen-Seins wurden ausgetauscht. Rollenspiele verdeutlichten eindrucksvoll mögliche Formen von Ausgrenzung, zeigten jedoch auch wertvolle Handlungsmöglichkeiten in solchen Situationen.

Kompetenzen und Sensibilisierung bezüglich der Themen vorhanden

Die Teilnehmenden meldeten sich mit spannenden Beiträgen zu Wort und bewiesen, dass bereits Kompetenzen und Sensibilisierung bezüglich der Themen vorhanden sind. Auch die Pausen garantierten Abwechslung: Teamspiele sorgten für die notwendige Action und Bewegung. Zur Stärkung gab es an beiden Tagen ein leckeres Buffet und kleine Naschereien. Für ein vorzügliches Pasta-Mittagessen wurde schon am Vorabend mit der Vorbereitung dreier köstlicher Soßen gestartet – Erfahrung und Leidenschaft des Küchenteams waren nicht zu übersehen.

Schließlich waren sich alle Beteiligten einig: „Gemeinsam ist man stark“ und es ist den Teilnehmer*innen, Unterstützer*innen und Kooperationspartner*innen mit viel Engagement gelungen, einen lebendigen und ideenreichen Workshop zu gestalten. Nähere Informationen bei der Kreisverwaltung Groß-Gerau: Jugendbildungswerk, Telefon 06152 989-468, Alexandra Zerl, jbw@kreisgg.de.

(Text: PM Kreis Groß-Gerau)