Landrat Ulrich Krebs: “Wir stehen weiter an der Seite der Ukraine!”

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Mitarbeiter des Hochtaunuskreis, Ehrenamtliche und Ukrainer beluden eine Hilfstransport für Zhovti Vody. (Foto: Hochtaunuskreis)

Vor zwei Jahren begann der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. „Der Angriff Russlands auf einen souveränen Staat hat eine fast 80 Jahre währende Friedenszeit in Europa beendet“, sagt Landrat Ulrich Krebs. Und die Folgen dieses noch immer andauernden Krieges sind für alle spürbar. „Wir stehen weiter an der Seite der Ukraine“, unterstreicht Krebs. Jeder Krieg bedeute Tod, Vertreibung und unermessliches Leid unschuldiger Menschen. Deswegen wolle der Hochtaunuskreis das in seinen Kräften Stehende tun, um auch weiterhin humanitäre Hilfe zu leisten.

Schon jetzt hat der Hochtaunuskreis eine Menge getan, um den von dem Krieg betroffenen Menschen zu helfen. 3200 Personen aus der Ukraine haben im Kreis Zuflucht gefunden. „Ich bin den Bürgerinnen und Bürgern im Taunus sehr dankbar, dass sie tatkräftig mitgeholfen haben, den Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, hier eine Zuflucht zu bieten. „Viele haben ihnen Wohnraum zur Verfügung gestellt, andere haben ehrenamtlich bei Behördengängen, Arztbesuchen und vielem mehr unterstützt. Mein Dank gilt aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Verwaltungen des Kreises sowie der Städte und Gemeinden, die die Aufnahme einer so großen Zahl von Personen mit großem persönlichen Einsatz in kürzester Zeit möglich gemacht haben.

Um den geflüchteten Menschen aus der Ukraine beim Start im Taunus zu helfen, wurde ein Spendenzentrum eingerichtet. Dieses ist mittlerweile im Gluckensteinweg 101 in Bad Homburg beheimatet. Dort werden auch weiterhin Sachspenden angenommen. Es ist dienstags von 10 bis 13 Uhr, donnerstags von 15 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet.

Vereinsgründung zur Ukrainehilfe

Zur weiteren Unterstützung hat sich auf Initiative von Landrat Ulrich Krebs bereits am 24. März 2022 der Verein Ukrainehilfe Taunus e.V. gegründet. Hatte der Verein zunächst noch Unterstützung für Geflüchtete in den Unterkünften im Hochtaunuskreis geleistet, richtet sich der Fokus mittlerweile auf Hilfe für die Menschen in der Ukraine selbst. Hierbei konzentriert sich der Verein auf die ukrainische Stadt Zhofti Vody, mit der der Kreis inzwischen eine Partnerschaft eingegangen ist. Auf dem Europatag in Kronberg vergangenen Jahres machte sich der Verein einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Bei einem Benefizkonzert im Januar 2024 wurden zudem Spenden gesammelt. Weitere Aktionen sind angedacht.

Bereits im Februar 2023 hat die Ukrainehilfe Taunus gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz einen Rettungs- und einen Krankenwagen in die ukrainische Stadt entsandt. Weitere Hilfen für das örtliche Krankenhaus wurden ebenfalls auf den Weg gebracht. Aktuell befindet sich ein weiterer Transport auf dem Weg nach dorthin. Er hat unter anderem Krankenhausbetten und Krankenhaus-Mobiliar geladen, darunter Nachttische und Schränke, die aus dem aufgegeben Kronthal-Stift stammen und für die es hierzulande keine Verwendung mehr gab. In der Klinik von Zhovti Vody werden diese Dinge aber dringend benötigt. Neben Mitarbeitern des Hochtaunuskreises packten auch zahlreiche ehrenamtliche Helfer beim Beladen des Lkw mit an, darunter auch elf Geflüchtete aus der Ukraine, die einem Aufruf in den sozialen Medien gefolgt waren. Weitere Transporte und Hilfeleistungen, unter anderem mit dem Frankfurter Verein „Gemeinsam für die Ukraine“ und der Königsteiner Ukrainehilfe, wurden ebenfalls unterstützt.

Zusammenarbeit zwischen Zhovti Vody und dem Hochtaunuskreis auch in Zukunft

„Wir wollen mit Zhovti Vody ein Band knüpfen, das auch nach dem Ende des Krieges fortbestehen soll“, sagt Landrat Ulrich Krebs. Ein wichtiger Schritt dafür sei der Besuch des Bürgermeisters von Zhovti Vody, Dmytro Khanis, und einer kleinen ukrainischen Delegation im Herbst vergangenen Jahres im Taunus gewesen. Hier sei bereits der Blick in die Zukunft geworfen werden, um zu sehen, wie die Zusammenarbeit zwischen Zhovti Vody und dem Kreis gestaltet werden kann. „Das waren sehr gute und sehr offene Gespräche, so dass ich zuversichtlich bin, dass hier eine Partnerschaft wächst, von der beide Seiten profitieren können“, so Landrat Krebs.

Bis zum Ende des Krieges wird der Hochtaunuskreis auch weiterhin mit den Folgen zu tun haben. Derzeit ist die Ausländerbehörde dabei, die vorläufigen Aufenthaltserlaubnisse für 2000 Personen aus der Ukraine, die alle am 4. März 2024 auslaufen, um ein Jahr bis zum 4. März 2025 zu verlängern. Eine Tätigkeit, die zusätzlich zum Tagesgeschäft erledigt werden muss.

Geldspenden an den Verein Ukrainehilfe Taunus e.V. von allen, die den Einsatz, insbesondere Hilfslieferungen für die Ukraine unterstützen möchten, sind sehr gerne willkommen:

Ukrainehilfe-Taunus e.V.
IBAN DE59 5125 0000 0000 0033 44
BIC HELADEF1TSK
Stichwort: Ukrainehilfe

Bitte die Adresse in der Überweisung vermerken, wenn eine Spendenquittung benötigt wird.

(Text: PM Hochtaunuskreis)