Stadt Offenbach baut Gesundheitsförderung aus

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Bürgermeisterin und Gesundheitsdezernentin Sabine Groß war im Stadtteilbüro Lauterborn zu Besuch und übergab Spiel- und Bewegungsgeräte für ein bewegungsförderndes Ausleihangebot. Links im Bild: Christine Langenbach von der Stabsstelle Prävention im Stadtgesundheitsamt, rechts: Antje Dins, Quartiersmanagement Lauterborn. (Foto: Stadt Offenbach / georg-foto, offenbach)

Seit August 2021 erhält die Stadt Offenbach finanzielle Unterstützung durch das GKV-Bündnis für Gesundheit (GKV steht für gesetzliche Krankenversicherung). Die Förderung im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit (www.gkv-buendnis.de) erfolgt mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen. Diese hat zum Ziel, gesundheitsfördernde Strukturen in der Stadt auszubauen. Die Schwerpunktthemen in Offenbach umfassen derzeit die “Bewegungsförderung im öffentlichen Raum” sowie die Förderung der “Mentalen Gesundheit”. Zudem sollen die Angebote übersichtlich aufbereitet und den Bürgerinnen und Bürgern zugänglich gemacht werden. Christine Langenbach von der Stabsstelle Prävention im Stadtgesundheitsamt konzentriert sich darauf, Netzwerke zu koordinieren und Kooperationen zu schaffen. In diesem Zusammenhang wurde die amtsübergreifende Planungsgruppe ins Leben gerufen. Angesichts der Schnittstellen der Ämter in der Stadtverwaltung im Themenfeld Gesundheitsförderung ist diese Gruppe entscheidend für die kooperative Planung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung.

Übersicht der kostenlosen Bewegungsangebote

Die Planungsgruppe Gesundheitsförderung hat sich in ihren letzten Sitzungen verstärkt dem Thema Bewegungsförderung im öffentlichen Raum gewidmet. Zunächst wurde eine Übersicht kostenloser Bewegungsmöglichkeiten in der Stadt Offenbach erstellt. Auf der städtischen Webseite und einer digitalen Stadtkarte ist das Angebot unter www.offenbach.de/of-bewegt-sich abrufbar. Dort sind Informationen aufgelistet zu kostenfreien Angeboten wie die Standorte der Tischtennisplatten, Parks und Bewegungsparcours. Um die Informationen leicht zugänglich zu machen, wurde zudem eine Postkarte mit QR-Code entwickelt, der direkt zur digitalen Übersicht führt. Bürgermeisterin und Gesundheitsdezernentin Sabine Groß dankt allen Beteiligten für die Aufstellung der kostenlosen Bewegungsangebote: “Es gibt viele Möglichkeiten für die Offenbacherinnen und Offenbacher sich zu bewegen, ohne dafür Geld zu bezahlen. Die Auflistung schafft einen guten Überblick. Sie ermöglicht allen Bürgerinnen und Bürgern die kostenlosen Angebote in der Nähe ihres Wohnortes zu finden. So können gesundheitsfördernde Maßnahmen nach Belieben ergriffen und das eigene Wohlbefinden gesteigert werden.”

Zusätzlich wird die Bewegungsförderung in den Quartieren noch weiter gestärkt. Ein umfassendes Angebot an Spiel- und Bewegungsgeräten steht bereits am Mathildenplatz zur kostenlosen Ausleihe bereit. Am 19. Februar 2024 stattete Bürgermeisterin Sabine Groß das Stadtteilbüro Lauterborn mit neuen Bewegungsmaterialien wie Frisbees und Springseilen aus, um auch dort ein Angebot zu schaffen. Für das zweite Schwerpunktthema hat die Projektstelle Gesundheitsförderung ein Netzwerk zur Förderung der mentalen Gesundheit von Jugendlichen ins Leben gerufen. Ein Hilfe-Guide, entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendparlament der Stadt, wird demnächst an den Offenbacher Schulen verteilt und soll Jugendliche zu Beratungsstellen leiten. Dieser Hilfe-Guide ist eine Maßnahme, die aus den Ergebnissen des Workshop-Tags für Schülerinnen und Schüler „Tag der mentalen Gesundheit“ entstanden ist.

Befragung in Offenbacher Schulen

In den Offenbacher Schulen startet demnächst eine Befragung, um bestehende gesundheitsfördernde Strukturen zu identifizieren. Dabei soll festgestellt werden, welche Faktoren zum Gelingen oder andererseits auch zur Hemmung von möglichen Projekten beitragen könnten. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen als Basis für Projekte herangezogen werden, die zur Stärkung der gesundheitlichen Chancengleichheit dienen.

Ein weiteres Netzwerk für Gesundheits- und Bewegungsförderung im Alter wird gemeinsam mit der Koordinierungsstelle für offene Seniorenarbeit geleitet. Es wurden Bewegungsangebote initiiert und ein Workshop zur gesunden altersgerechten Ernährung ist in Planung. Eine Umfrage unter den älteren Bürgerinnen und Bürgern soll helfen, einsame isolierte Menschen zu erreichen. Das heterogene Netzwerk vereint viele Multiplikatoren und fördert niedrigschwellige Kooperationen. Seniorentreffs und Stadtteilbüros bieten eine wertvolle Ressource, um Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens anzubieten und zu verbreiten.

„Es ist mir wichtig, dass in unserer Stadt die Gesundheit von Jung und Alt gefördert wird. Die Stadt Offenbach setzt sich aktiv für die Förderung von Gesundheit in der Gemeinschaft ein. Ich danke allen Beteiligten in den verschiedenen Ämtern, Institutionen und der Bevölkerung für die gute Zusammenarbeit. Gemeinsam können wir so noch bessere und weitere gesundheitsfördernde Maßnahmen umsetzen“, betont die Bürgermeisterin abschließend.

(Text: PM Stadt Offenbach)