Radweg zwischen Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach wird endlich gebaut

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Symbolbild Fahrradstreifen (Foto: un-perfekt auf Pixabay)

Seit Jahrzehnten wünschen sich viele Bürgerinnen und Bürger im Frankfurter Norden einen sicheren Radweg, der die Stadtteile Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach miteinander verbindet. Nun starten die Bauarbeiten für das Kernstück des bedeutsamen Verkehrsprojekts: Ab Montag, 26. Februar, entsteht parallel zur Niedererlenbacher sowie Niedereschbacher Straße ein baulich getrennter Geh- und Radweg. Angesetzt ist eine Bauzeit von rund 15 Monaten. „Menschen wollen sich schnell und sicher im Straßenverkehr bewegen. Mit dem Neubau des Geh- und Radwegs stellen wir eine moderne und sichere Alternative zur Verfügung, um das Auto – gerade auch für kurze Strecken – stehen zu lassen“, sagt Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert.

Für die Bauausführung ist das Amt für Straßenbau und Erschließung verantwortlich. Der künftige Geh- und Radweg wird auf einer Länge von rund 1,8 Kilometern über eine komfortable Breite von drei Metern verfügen. Zudem entsteht zwischen Fahrbahn und Geh- und Radweg eine Entwässerungsmulde mit einer Breite von 1,50 Metern. In punkto Begrünung bekommt der neue Weg alleenhaften Charakter: Die Stadt pflanzt, in Absprache mit den ortsansässigen Landwirten, insgesamt 104 Wildapfelbäume. Es sind robuste Gewächse, die langfristig Schatten spenden werden.

Historisch gesehen ist der Straßenzug interessant, denn einstmals führte eine römische Straße quer durch das Gelände. Zwei Esskastanien werden deshalb genau an den Wegpunkten gesetzt, an denen die alte römische Straße die heutige Landstraße kreuzt. Um sicherzustellen, dass keine Spuren der römischen Zivilisation unentdeckt bleiben, wird das Denkmalamt die Bauarbeiten begleiten.

Ebenso behutsam geht die Stadt übrigens mit kleinen Bewohnern der umliegenden Felder um: Denn Rebhühner und Feldlerchen nutzen das Gebiet als Brutstätte. Als vorgezogene, naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahme (CEF-Maßnahme) wurde ein Blühstreifen angelegt, der den Tieren Schutz und Nahrung bietet. Während der Bauarbeiten dürfen nur versiegelte Flächen zu Lagerzwecken genutzt werden, Biotope müssen geschont werden.

Der Neubau des Geh- und Radwegs entlang der Landstraße ist der zweite Bauabschnitt des Infrastrukturprojekts. 2023 hatte die Stadt bereits den Straßenabschnitt von der L 3008 bis zum Ortseingang von Nieder-Erlenbach (Niedereschbacher Straße, auf Höhe der Straße Am Ohlenstück) umgebaut. Die Arbeiten konzentrierten sich dabei auf die Entwässerung der Straße sowie die Ampelsteuerung. Der Knotenpunkt wurde außerdem barrierefrei umgestaltet.

Der Gesamtinvestitionsbedarf für das Projekt liegt bei rund 3,8 Millionen Euro.

(Text: PM Stadt Frankfurt)