Wer Wasser spart, spart auch Geld und entlastet die Umwelt

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(Symbolfoto: Truthseeker08 auf Pixabay)

In viele Haushaltskassen reißt die Abrechnung der Nebenkosten ein großes Loch. Auch Wasser ist vielerorts deutlich teurer geworden. Umso mehr lohnt es, den Verbrauch zu senken. Wer Wasser spart, entschärft die nächste Kostenabrechnung – und entlastet gleichzeitig Natur und Umwelt. Denn mit steigender Temperatur wird Wasser auch in Deutschland mancherorts zur Mangelware. Die wichtigsten Tipps für Mieter*innen und Hausbesitzer*innen kennt Sascha Maier, Wasser-Experte beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Doppelt sparen

Trinkwasser ist ein kostbares Gut. Und nicht billig. Wir zahlen das Wasser, das aus der Leitung fließt. Auch die Reinigung des Abwassers kostet – bis zu fünf Euro werden pro Kubikmeter fällig. Und wir zahlen dafür, dass Wasser erwärmt wird, besonders wenn dies ein Durchlauferhitzer oder Boiler übernimmt. Wer hier sparsam ist, profitiert doppelt, durch geringere Wasser- und Energiekosten.

Sascha Maier, BUND Wasser-Experte: „Etwa 125 Liter Wasser verbrauchen wir Deutschen pro Tag im Durchschnitt – 80 Liter würden ausreichen. Gut zwei Drittel benötigen wir für Baden, Duschen, Körperpflege und die Toilettenspülung. Hier vor allem lohnt es anzusetzen.“

Wer kurz duscht statt badet, spart schon einmal deutlich Wasser und Energie. Kalt duschen mag gesund sein und verringert die Heizkosten, ist aber nicht jedermanns Sache. Doch für jede Minute, die wir täglich unter der warmen Dusche stehen, werden bis zu 60 Euro im Jahr fällig. Wer nun regelmäßig zum Waschlappen greift statt zu duschen, kommt mit noch weit weniger Wasser und Energie aus – und tut auch seiner Haut etwas Gutes.

Sinnvolles neu anschaffen

Verwenden Sie einen sparsamen Duschkopf. Aus den besten fließen nur sechs (statt bis zu 20) Liter pro Minute. Dank beigemischter Luftblasen bleibt der Wasserstrahl voll. Alternativ können Sie Durchflussbegrenzer zwischen Armatur und Schlauch oder auf alle Wasserhähne montieren. Wasser spart auch, wer beim Zähneputzen, Einseifen oder Rasieren den Hahn zudreht.

Eine Spül-Stopp-Funktion – heute Standard in fast allen WC-Spülkästen – kann die Menge des Spülwassers glatt halbieren. Gerade hier kann sich der Einsatz von Regenwasser lohnen.

Dazu Sascha Maier: „Lassen Sie sich von Fachleuten beraten! Am einfachsten nutzen Sie Regenwasser, wenn Sie es aus der Regenrinne in einem Fass oder unterirdischem Tank sammeln und zum Gießen nutzen. Pflanzen vertragen Regenwasser sowieso meist besser als Leitungswasser.“

Weitere entscheidende Verbrauchsgrößen sind Waschmaschine und Spülmaschine. Neue Geräte benötigen deutlich weniger Wasser. Im Standardprogramm liegen die besten Werte bei 40 Litern (Waschen/6 kg-Trommel) und unter zehn Litern (Spülen).

Virtuelles Wasser

Viel Wasser können wir übrigens auch jenseits von Haushalt und Garten sparen. Machen Sie sich beim Einkauf bewusst, welche Produkte in der Herstellung große Mengen Wasser beanspruchen. So stecken beispielsweise in einer Getränkedose rund 25 Liter „virtuelles Wasser“, in einem Kilo Import-Tomaten 40 Liter, in einem Kilo Rindfleisch 5000 Liter und in einem Neuwagen bis zu 20.000 Liter. Auch dieses Wasser zählt letztlich zu unserem persönlichen Verbrauch.

Mehr Informationen:
• Broschüre Klimafreundlich frisch bleiben: Klimafreundlich frisch bleiben
• BUND Naturschutz zum Thema Wasser sparen
• Ratgeber Besser haushalten: Wasser, Wärme und Strom sparen
• Der BUND Berlin bietet im Rahmen seines Energiechecks ein gut verständliches Tutorial zum Thema „Warmwasser sparen“

(Text: PM Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND))