Kreis Offenbach: Neues Programm des Kreisjugendbildungswerk erschienen

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(Symbolfoto: Joseph Redfield Nino auf Pixabay)

Das Jahresprogramm 2024 des Kreisjugendbildungswerks Offenbach ist erschienen und liegt ab sofort in Schulen, Jugendeinrichtungen sowie in den Rathäusern aus. In dem Heft werden verschiedene Workshops, Projekte und Seminare vorgestellt, die sich an Mädchen und Jungen zwischen 13 und 26 Jahren richten.

Ein Schwerpunkt sind diesmal Angebote zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. So geht es in dem zweitägigen Workshop „Demokratie – Was heißt das für uns?“ um die Vermittlung demokratischer Prozesse und Kompetenzen sowie deren Bedeutung für eine freie und liberale Gesellschaft. Im Projekt „Gegen Antisemitismus!“ kommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit jüdischen Altersgenossen in Kontakt und setzen sich mit Antisemitismus und Rassismus auseinander.

Das Seminar „Streiten ist wichtig – aber wie?“ wiederum will vermitteln, wie man sich richtig verhält, wenn unterschiedliche Meinungen aufeinanderprallen. Nicht nur in Parlamenten und in der Politik sind die Auseinandersetzungen mit anderen Standpunkten und der Austausch von Argumenten von immenser Bedeutung. Beides gehört auch zum Alltag eines jeden Menschen und ist elementar für unseren Umgang miteinander. Mit ein paar einfachen Regeln lassen sich die meisten Konflikte konstruktiv und ohne zu eskalieren lösen. Genau an diesem Punkt setzt das Seminar an.

Die Veranstaltung „Jugendthema aktuell: Queere muslimische Lebenswelten“ richtet sich speziell an Fachkräfte innerhalb der Jugendarbeit. Ziel ist es, Jugendliche, die sich dem Islam verbunden fühlen, für die Begegnung mit nicht-binären Menschen und deren Erfahrungen sensibilisieren zu können. Darüber hinaus werden gängige Stereotypen thematisiert sowie die alltäglichen Erlebnisse von queeren Musliminnen und Muslimen vorgestellt.

Ein neues Spektrum eröffnet sich dieses Jahr am „Girls’Day“. Während des Workshops „IT-Entdeckerinnen: Mädchen gestalten die Zukunft!“ tauchen Schülerinnen in die Welt der Robotik ein und programmieren kleine Roboter, die sie durch einen Parcours voller Herausforderungen navigieren. Ebenso interessant ist der Programmpunkt „Männer in der Pflege“ am zeitgleich stattfindenden „Boy’sDay“. In Kooperation mit der Albert-Einstein-Schule in Langen werden zwölf Jungen des siebten Jahrganges am Sana Klinikum in Offenbach männliche Fachkräfte in der Pflege und OP-Assistenten begleiten. Dabei können sie sogar bestimmte Tätigkeiten an menschlichen Modellen ausprobieren.

Erneut angeboten werden ferner das beliebte „Music-Camp“ sowie das heiß begehrte Filmprojekt des Jugendbildungswerkes, das diesmal unter dem Motto „Politics for Future – Vom Genuss zum Fluch“ steht. Dabei entwickeln die Teilnehmenden ein Drehbuch, führen Interviews und produzieren einen eigenen Film, der später über die Mediathek Hessen gestreamt werden kann. Mit „Industrie im Kreis Offenbach“ und „Plätzen in Vergänglichkeit“ beschäftigt sich im Sommer das aktuelle Fotoprojekt des Jugendbildungswerks.

„Mit diesen vielfältigen und spannenden Angeboten wollen wir Jugendliche motivieren, sich zu engagieren, sich mit gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen und eigene Standpunkte zu vertreten“, betont der Erste Kreisbeigeordnete Carsten Müller. „Denn unsere Demokratie braucht aufgeklärte und informierte junge Menschen, die sich und ihre Meinung in gesellschaftliche und politische Debatten einbringen. Das Programm des Jugendbildungswerks spiegelt genau diesen Ansatz wider.“

Das ausführliche Jahresprogramm 2024 kann beim Jugendbildungswerk des Kreises Offenbach, Telefon 06074/8180-5457 oder E-Mail s.weigand@kreis-offenbach.de, angefordert werden. Weitere Informationen gibt es online unter www.kreis-offenbach.de/jugendbildungswerk.

(Text: PM Kreis Offenbach)