Frauenbewegt gestern, heute und morgen: Internationaler Frauentag 2024

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(Grafik: HANSUAN FABREGAS auf Pixabay)

Frauenwahlrecht, Gleichberechtigung, gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Seit dem frühen 20. Jahrhundert erinnert der Internationale Frauentag am 8. März an mutige Frauen, die für bessere Arbeitsbedingungen und das Wahlrecht kämpften. Finnland war 1906 das erste Land, in dem Frauen nicht nur theoretisch das passive Wahlrecht hatten, sondern auch tatsächlich ins Parlament gewählt wurden. In Deutschland konnten Frauen ihr Wahlrecht erstmals bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung 1919 nutzen und die Schweiz war 1971 eines der letzten europäischen Länder, die Frauen die vollen Bürgerrechte zugestanden. Mit Blick über den Tellerrand bleibt noch viel zu tun und sind Frauen von echter Gleichberechtigung weit entfernt.

„Der 8. März ist der Internationale Frauentag, ein Tag der Sichtbarkeit und Anerkennung für die Errungenschaften der Frauenbewegungen weltweit. Auch Offenbach hat eine frauenbewegte Vergangenheit und Gegenwart und ich freue mich, dass diese im Fokus steht“, sagt Offenbachs Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. „In Offenbach setzen wir als Stadt und ich als Oberbürgermeister uns entschlossen für Teilhabe, Sicherheit und Chancengleichheit von Frauen und Mädchen ein. Und, das ist mir wichtig, diese Selbstverständlichkeit endlich dauerhaft vollständig durchzusetzen ist wichtig am 8. März aber auch natürlich an jedem anderem Tag im Jahr.”

Frauenbüro Offenbach seit 1988 aktiv

Seit 1988 kümmert sich das Frauenbüro um die weibliche Hälfte der Bevölkerung in der Stadt und schreibt damit selbst frauenbewegte Geschichte. Sei es mit Aufklärungsarbeit oder Kooperationen und Projekten zur Förderung der Gleichstellung in Offenbach. Im Juli 2020 hat Dr. Inga Halwachs die Leitung des Frauenbüros übernommen und führt die begonnene Arbeit weiter. Die zentralen Felder sind dabei die Förderung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt, Gewaltschutz, Mädchenarbeit, Migration sowie die Unterstützung von Frauen in Kunst und Kultur.

Sie betont: “Der Internationale Frauentag ist eine wichtige Gelegenheit, die Sichtbarkeit von Frauen zu stärken und auf die fortbestehenden Benachteiligungen und politischen Herausforderungen, denen Frauen weltweit gegenüberstehen, aufmerksam zu machen. Es ist ein Tag, um die Errungenschaften der Vergangenheit zu feiern und gleichzeitig den Blick in die Zukunft zu richten, in der Gleichberechtigung und Respekt für alle selbstverständlich sein müssen.”

Dabei setzt das Team des Frauenbüros auf Kooperationen, gemeinsam gestalten sie die Offenbacher Frauenwoche vom 1. bis zum 14. März mit einem vielfältigen Programm, das gestern, heute, morgen verbindet und die Perspektiven schärft. Es reicht von einer Podiumsdiskussion über die Auswirkungen gesellschaftlicher Krisen auf das Leben von Frauen in Offenbach bis hin zu einem Gespräch über migrantischen Feminismus und einer Filmvorführung über den Alltag im Frauenhaus. Ein weiteres Highlight wird ein generationenübergreifender Dialog bekannter Offenbacherinnen sein. Die Veranstaltenden laden insbesondere Menschen ein, die bisher wenige Bezug zu gleichstellungspolitischen Themen hatten, ein. „Denn Gleichstellung profitiert vom Austausch und gegenseitiger Solidarität und gelingt nur gemeinsam“, sagt Halwachs.

Zu den Akteurinnen gehört die Gleichstellungskommission der Stadt. Alle Beteiligten aus Frauengruppen der Parteien, Gewerkschaften, Stadtverordnetenversammlung, Ausländerbeirat sowie Frauenorganisationen und Wohlfahrtsverbände beraten in dieser Kommission den Offenbacher Magistrat. Deren Vorsitzende Stadträtin Gertrud Marx erklärt: “Die Kommission steht entschlossen an der Seite aller Frauen in Offenbach. Wir stellen sicher, dass ihre Anliegen gehört und Interessen politisch abgebildet werden. Am Internationalen Frauentag gilt unsere Solidarität allen Frauen, aber wir zeigen auch, was Frauen hier in Offenbach bewegt und was kommunale Gleichstellungspolitik bewegen kann.”

(Text: PM Stadt Offenbach)