Fünf Frankfurterinnen und Frankfurter erhalten Hessische Rettungsmedaille und Öffentliche Belobigungen

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Oberbürgermeister Mike Josef mit den Geehrten. (Foto: Salome Roessler)

Oberbürgermeister Mike Josef hat am Dienstag, 19. März, einem mutigen Frankfurter die Hessische Rettungsmedaille überreicht, vier weitere Menschen erhielten eine Öffentliche Belobigung des Landes Hessen für mutige Taten, mit denen sie anderen das Leben retteten. Im Limpurgsaal des Römers durften sie die Auszeichnungen in Anwesenheit ihrer Angehörigen entgegennehmen.

„Heute haben wir Menschen kennengelernt, die durch ihr beherztes und unerschrockenes Eingreifen Menschen helfen und sogar Leben retten konnten. Dabei haben die Helferinnen und Helfer in schwierigen Situationen Zivilcourage und auch Mut bewiesen. Dafür mein aufrichtiger Dank“, sagte Oberbürgermeister Josef.

Günter Kreuzer erhielt die Hessische Rettungsmedaille. Der Rentner sprang am 24. Januar vergangenen Jahres in die Nidda, um einen Jungen im Kindergartenalter aus dem Fluss zu retten, der hineingefallen war und in Richtung des Wehrs trieb. Der Oberbürgermeister überreichte ihm die Medaille im Namen des Hessischen Ministerpräsidenten und wies darauf hin, dass Kreuzer das Kleinkind unter Einsatz seines eigenen Lebens vor dem Ertrinken bewahrte.

Am 17. Februar 2021 bewies Daniel Tegethoff Zivilcourage. Als er mit seinem Fahrrad am Mainufer entlangfuhr, wurde er Zeuge, wie eine junge Joggerin einen in den Main gefallenen Rollstuhlfahrer zur Hilfe kam und dabei selbst in den Fluss stürzte. Geistesgegenwärtig bat er eine Passantin um ihren Schal, warf dessen Ende der Frau im Wasser zu und konnte sie und den Rollstuhlfahrer so zehn Meter lang bis zur nächsten Treppe und aus dem Wasser ziehen. Für seine mutige Tat erhielt er eine Öffentliche Belobigung.

Shimon K. und Conrad Menzel retteten am 28. September 2021 am Bornheimer Hang einem älteren Herrn das Leben, der plötzlich zusammenbrach und bewusstlos liegen blieb. Zehn Minuten lang führten die beiden Männer abwechselnd Herzmassagen bei ihm durch, bis der Notarzt eintraf und die Versorgung übernahm. Die Ärzte bestätigten, dass er ohne die Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht überlebt hätten. Oberbürgermeister Josef überreichte den beiden Helden in Anwesenheit des Geretteten Öffentliche Belobigungen.

Die jüngste Geehrte heißt Leah Woyte. Die Schülerin verhinderte am 4. Juli vergangenen Jahres einen Wohnungsbrand: Nachdem sie im Treppenhaus Rauch gerochen hatte, klingelte sie an der Tür des Nachbarn. Der 91-Jährige öffnete, stand aber neben sich. Leah Woyte nahm in der Küche einen Topf vom Herd und öffnete das Fenster. Zudem informierte die Schülerin, die selbst bei der Jugendfeuerwehr aktiv ist, die eintreffende Feuerwehr über das Geschehen. Auch sie bekam eine Öffentliche Belobigung überreicht.

Die Hessische Rettungsmedaille wird durch den Hessischen Ministerpräsidenten verliehen, wenn Menschen unter Einsatz des eigenen Lebens einem anderen Menschen das Leben retten. Besteht keine Lebensgefahr für Retterin oder Retter, erhält diese oder diese eine Öffentliche Belobigung, die in Form einer Urkunde überreicht wird.

(Text: PM Stadt Frankfurt)