Ohne Torf in den Frühling: Stadt Mörfelden-Walldorf gibt Tipps

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Symbolbild Gartenarbeit (Foto: walkersalmanac auf Pixabay)

Der Frühling steht vor der Tür, die Temperaturen steigen und es herrscht wieder rege Betriebsamkeit im Garten. Das farbenfrohe Grün in Topf oder Beet ist nicht nur Balsam für die Seele, sondern auch Nahrung und Lebensraum für die ersten Insekten. Wer jetzt mit der Gartenarbeit loslegt, kann dabei auf einige Dinge achten.

Beim Pflanzenkauf sollte man möglichst Arten mit „ungefüllten“ Blüten auswählen, da nur diese von den Insekten genutzt werden können. Häufig stellt man sich auch die Frage: Was gibt man Frühblühern und anderen jungen Pflanzen für einen guten Start an geeigneter Blumenerde mit? Wer dafür die passende Blumenerde kauft und seinen Pflanzen etwas Gutes tun möchte, sollte darauf achten, dass diese torffrei ist. Torf fördert zwar das Wachstum von Pflanzen, jedoch wird es aus Mooren gewonnen. Dies hat zur Folge, dass der Lebensraum von Tieren und Pflanzen, die im Moor heimisch sind, zerstört wird. Auch fürs Klima ist der Abbau schlecht: Durch die Entwässerung der Feuchtgebiete entweicht CO2, außerdem entfällt ein wertvoller Speicher für das Treibhausgas. Dabei gibt es mit torffreier Blumenerde gute Alternativen.

Ob eine Erde torffrei ist, erkennt man an einem entsprechenden Label auf den Säcken oder in der Produktbeschreibung. Einige sind auch mit „Bio“ gekennzeichnet, doch darauf sollte man sich nicht verlassen, ein Blick auf die Rückseite klärt auf. Eine Alternative zu der etwas teureren, torffreien Erde ist zum Beispiel Kompost, der im eigenen Garten anfällt. Zudem können Sie auch Kompost auf dem Wertstoffhof erwerben, der ebenfalls torffrei ist. „Wir gehen seit Jahren mit zukunftsweisendem, gärtnerischem Beispiel voran und verwenden ausschließlich torffreie Erde bei städtischen Pflanzungen. Es gibt mittlerweile wertvolle Alternativen zu Torf und auch unsere Gärtner*innen wissen längst, dass Torf für eine fachgerechte Pflanzung nicht notwendig ist“, betont Bürgermeister Winkler.

Bevor im heimischen Garten alles akkurat und sauber umgegraben wird, kann man überlegen, ob ein bisschen „Wildheit“ im heimischen Garten möglich ist. Denn so wird Vielfalt gefördert und es entsteht Lebensraum für Insekten und andere Wildtiere. Passend dazu ist am 28. März „Tag des Unkrauts“, mit dem auf den Erhalt von Wildkräutern und das naturnahe Gärtnern aufmerksam gemacht wird. Denn nicht jedes Unkraut im Garten ist hässlich oder gar unnütz.

Wer Interesse hat den Garten „grüner“ zu gestalten, den unterstützt die Stadt Mörfelden-Walldorf mit dem Förderprogramm „Stadtgrün statt Graustadt“ gerne. Durch die Förderrichtlinie werden Fassaden- und Dachbegrünungen, die Entsiegelung und Begrünung von Vorgärten, die Pflanzung von Gehölzen im Hausgarten sowie Artenschutzmaßnahmen gefördert. Für Fragen zur Förderrichtlinie steht das Umweltamt unter der Telefonnummer 06105/938 336 oder per E-Mail unter umweltamt@moerfelden-walldorf.de, gerne zur Verfügung. Den Förderantrag sowie weitere Informationen zur Förderrichtlinie „Stadtgrün statt Graustadt“ erhalten Sie außerdem auf der städtischen Homepage unter www.moerfelden-walldorf.de.

(Text: PM Stadt Mörfelden-Walldorf)