Asiatische Tigermücke: Sichtungen melden

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Symbolbild Asiatische Tigermücke (Foto: WikiImages auf Pixabay)

Die Tage werden länger, die Temperaturen milder und der Winter war nicht hart. Da ist es Zeit, über die Asiatische Tigermücke zu informieren. Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz betont zum Saisonbeginn: “Alle können in Hessen einen Beitrag dazu leisten, die Gesundheitsgefährdung durch die Asiatische Tigermücke gering zu halten. Um die Ausbreitung der Tigermücke zu verhindern, ist es sinnvoll, jetzt bereits das eigene Grundstück zu kontrollieren und mögliche Brutstätten abzudecken oder zu verhindern. So kann das Schlüpfen von Tigermückenlarven am wirksamsten unterbunden werden.” Die Ministerin bittet die hessischen Bürgerinnen und Bürger um ihre Mithilfe bei der Beobachtung. Das Insekt kommt mit den trockenen und heißen Sommertagen gut klar, da kleinste Wasseransammlungen, beispielsweise in einem weggeworfenen Joghurtbecher oder einer Getränkedose, als Brutgewässer für sie ausreichend sind.

Auf der Website des Hessischen Landesamtes für Gesundheit und Pflege (HLfGP) sind Informationen wie beispielsweise ein Flyer sowie eine Checkliste für Grundstückseigentümer mit entsprechenden Hinweisen zusammengestellt:
https://hlfgp.hessen.de/klimawandel-und-gesundheit/asiatische-tigermuecke.

Haben Sie eine Tigermücke gesehen, können Sie gerne ein Foto des Insekts an das HLfGP schicken: klima@hlfgp.hessen.de.

Die Asiatische Tigermücke ist in erster Linie eine sehr lästige Mücke, so dass im Sommer tagsüber der Aufenthalt im Garten unangenehm werden kann. Sie gilt aber auch als potenzielle Überträgerin verschiedener tropischer Krankheitserreger. Eine Übertragung von Krankheitserregern, die üblicherweise mit der Tigermücke assoziiert werden, wurde bislang in Deutschland noch nicht nachgewiesen. Jedoch steigt das Risiko mit zunehmender Ausbreitung der Mücke, denn die Erreger werden regelmäßig von Reiserückkehrenden eingeschleppt. Gleichzeitig erhöhen die klimawandelbedingten, höheren Temperaturen das Risiko für Krankheitsübertragungen auf den Menschen. Zur Risikoabschätzung werden die Daten meldepflichtiger Krankheitsfälle mit den Fundorten der Tigermücke durch das HLfGP abgeglichen.

“Für das Monitoring werden Tigermücken-Fallen an sogenannten Hotspots aufgestellt. Die Auswahl der Aufstellorte beruht auf Verdachtsmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern und auf Fundorten der vergangenen Jahre”, erläutert Stolz und unterstrich abschließend: “Wir alle können dazu beitragen, die Gesundheitsgefährdung durch die Asiatische Tigermücke in Hessen gering zu halten. Dazu sensibilisieren wir die Menschen für dieses Thema und wollen sie motivieren, selbst aktiv zu werden, um die Ansiedelung der Tigermücke von vornherein zu verhindern – denn das ist der beste Schutz.”

Hintergrundinformation zum Pilotprojekt KomBAT – kommunale Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke

Aufgrund der stetig wachsenden Tigermücken-Populationen in Hessen und der gleichzeitig zunehmenden Meldungen aus der Bevölkerung, hat sich das Dezernat Klimawandel und Gesundheit des HLfGP Gedanken über eine kostenfreundliche, umweltfreundliche, aber effiziente Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke gemacht. So startete im letzten Jahr das KomBAT-Pilotprojekt, das von Dr. Andreas Larem und Dr. Elisa Stickler vom Dezernat Klimawandel und Gesundheit des HLfGP in einer ausgewählten Region in Hattersheim in Kooperation mit der Stadt Hattersheim und dem Gesundheitsamt des Main-Taunus-Kreises zur kommunalen Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke erprobt wurde.

Die wissenschaftliche Auswertung des Projektes läuft noch, allerdings lassen erste Einschätzungen darauf schließen, dass die Tigermücken-Populationen in der Pilotregion, gegenüber vergleichbaren Kontrollregionen, die Saison 2023 über stagnierten (also nicht zunahmen) bzw. sich teils rückläufig zeigten. Um gänzlich von einem Erfolg zu sprechen, bleibt allerdings die finale Auswertung abzuwarten.

Im Hinblick auf die sich, aufgrund der stattfindenden klimatischen Veränderungen, immer weiter Richtung Nordhessen ausbreitenden Tigermücken-Populationen, gewinnen entsprechende Bekämpfungsmaßnahmen immer mehr an Bedeutung.

(Text: PM Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege)