Stadtwerke Offenbach federn Boxclub finanziell weiter ab

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Sparringspartner seit vielen Jahren: Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Walther (links) und Boxclub-Präsident Wolfgang Malik. (Foto: Monika Müller)

2023 flossen mehr als 410.000 Euro in Spenden und Sponsoring

Die Stadtwerke Offenbach investieren weiter in das Gemeinwohl: 2023 flossen rund 410.000 Euro in Spenden und Sponsoring, mehr als je zuvor. Neben neu gestarteten Aktivitäten, etwa mit dem sozial engagierten Verein VAIR, wurden auch alte Verträge verlängert: So erhält der Boxclub Nordend e.V. von 2024 bis 2026 weiterhin jährlich 15.000 Euro.

Auch räumlich profitiert das bundesweit bekannte und preisgekrönte Präventions- und Integrationsprojekt von der Unterstützung der Stadtwerke Offenbach: Im Februar zog der Boxclub in den zukunftsweisenden Holzhybrid-Bau „Rockywood“ am Hafen um, das seinetwegen zu dem besonderen Namen kam. Die Stadtwerke-Tochter OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH, die den Hafen im Auftrag der Stadt entwickelt, hat sich von Beginn an dafür eingesetzt, dass der Verein an seinem Standort verbleiben kann. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Stadt sowie der Primus developments GmbH als Bauherrin von Rockywood kann der Club sein neues Vereinsdomizil 20 Jahre lang pachtfrei nutzen.

Wertvolle Kombination aus Sport und Pädagogik

„Das Konzept des Vereins, Boxen gegen Gewalt anzubieten und den Sport mit sozialen Aspekten zu verknüpfen, hat uns von Anfang an überzeugt“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Walther bei einem Besuch in den neuen Räumlichkeiten. „Wir unterstützen gerne Projekte, die einen langfristigen Charakter haben – und dafür ist der Boxclub Nordend ein Musterbeispiel, das sich immer weiter entwickelt.“ Besonders wertvoll sei die Kombination von Sport und Pädagogik: Wer im Boxclub die Fäuste schwingen will, muss ein passables Zeugnis vorweisen, sonst gibt es Nachhilfe im Verein. Täglich finden hier Stunden statt, im Rockywood steht dafür ein großer Konferenzraum zur Verfügung.

„Die neuen Räumlichkeiten sind für uns wie ein Lottogewinn“, betonte Boxclub-Präsident Wolfgang Malik. Es gebe nun „Top-Bedingungen fürs Training“, großzügige Umkleiden und Sanitäranlagen und sogar zwei Übernachtungszimmer für auswärtige Gäste. Das Domizil ermöglicht auch ein neues Inklusionsprojekt, „Brazilian Jiu-Jitsu für Anfänger“, an dem schon 35 Jugendliche teilnehmen. „Wir empfinden es als große Anerkennung, dass wir hier im Hafen bleiben können“, sagte Malik. „So eine Location haben hessenweit nur wenige Boxvereine – und ohne die Stadtwerke wäre es unmöglich gewesen, das aufzubauen.“ Respekt und Wertschätzung: Das vermittelt der Club auch seinen rund 150 Kämpfenden im Leistungs- und Hobbysport. „In Würde verlieren zu können, ist wichtiger als jeder Sieg.“ Um unter anderem das fürs Leben zu lernen, kommen auch Offenbacher Schulen zu sozialen Trainings in den Boxclub, so Malik. „Hier reden Menschen vieler Nationen miteinander statt übereinander – das gilt auch für Jugendliche aus der Ukraine und Russland.“ Dieser Integrationsaspekt ist für Peter Walther kaum hoch genug einzuschätzen.

Im Gegenzug zum Sponsoring verpflichtet sich der Verein, jedes Jahr den überregionalen „Stadtwerke Offenbach Box-Cup“ auszurichten; auch 2024 ist die Veranstaltung fest eingeplant. Damit wird eine Tradition des Boxclubs im Hafen fortgeführt: Die gehäckselten Reste der alten Halle dienten als Fundament von Rockywood.

Einsatz für soziale Nachhaltigkeit auf vielen Ebenen

Traditionell unterstützt werden auch der Judo-Club Samurai und der Fechtclub Offenbach mit ihrer Jugend- und Integrationsarbeit. Den Einsatz für soziale Nachhaltigkeit unterstreichen die Stadtwerke neuerdings mit dem Sponsoring von VAIR: Der gemeinnützige Verein unterstützt Menschen in Offenbach, die Hilfe oder Orientierung benötigen. Er sieht kulturelle Vielfalt als Bereicherung und glaubt an das Potenzial von jeder und jedem Einzelnen. Mitte 2023 haben die Stadtwerke und VAIR ein Drei-Jahres-Sponsoring von 10.000 € jährlich vereinbart. Im Vordergrund steht dabei die Förderung der „jungen multikulturellen Offenbacher Generation“, wie es im Vertrag heißt. Schon seit einigen Jahren fördern die Stadtwerke zudem das Programm Joblinge, das arbeitslosen Jugendlichen den Einstieg in den Beruf erleichtert.

Um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt zu stärken, flossen auch 2023 wieder Gelder in das die Offenbacher Woche, das Mainufer- und das Lichterfest. Hinzu kamen die Unterstützung für den Tag der offenen Tür im hauseigenen Capitol und das Theater der Welt, das dort gastierte. Auch die Offenbacher Kickers und die TSG Bürgel, die Capitol Classic Lounge und das Klingspor-Museum profitieren schon seit vielen Jahren von der Unterstützung. Ab Mitte April nutzt das Museum wieder die Räumlichkeiten der Stadtwerke an der Senefelderstraße, um dort eine Ausstellung zu präsentieren.

(Text: PM Stadtwerke Offenbach)