Wohngeldreform und Wohngeld Plus: Bilanz im LaDaDi

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(Grafik: LaDaDi)

Am 1. Januar 2023 ist die bisher größte Wohngeldreform in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft getreten. Damit gibt es mehr Wohngeld für mehr Berechtigte. Laut Bundesregierung sollten dreimal mehr Haushalte Wohngeld erhalten als vor der Reform. Wie sieht es im Landkreis aus? Hat sich hier die Anzahl der Wohngeldbeziehenden verdreifacht?

Ziel der Wohngeldreform war es, dass mehr Menschen Wohngeld beantragen können. Laut Aussagen der Bundesregierung erhalten mit der Reform mehr als 1,4 Millionen Personen einen Anspruch auf Wohngeld. Hierzu zählen Haushalte mit einem geringen Einkommen – vor allem Familien und Alleinerziehende sowie Seniorinnen und Senioren. Wohngeld wird als Zuschuss an Haushalte gezahlt, deren Einkommen knapp oberhalb der Grundsicherungsgrenze liegt.

Auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg ist die Anzahl der Haushalte, die Wohngeld in Anspruch nehmen können, gestiegen. Bereits im Jahr 2022 (noch vor der Reform) sind die Antragszahlen um 28 Prozent nach oben gegangen. Im vergangenen Jahr hat sich die Zahl im Vergleich zu 2022 auf 47 Prozent erhöht. „Damit ist die prognostizierte Verdreifachung der Zahlen bei uns nicht eingetroffen, aber die Zahlen haben sich nahezu verdoppelt“, erläutert die Sozial- und Jugenddezernentin des Kreises Christel Sprößler. „Die Gründe hierfür sind vielfältig. Der Landkreis ist sehr heterogen. Wohnen ist im östlichen Teil wesentlich günstiger als in den Kommunen im Westen des Landkreises. Ein weiterer Grund könnte sein, dass immer noch nicht alle Menschen, die Wohngeld beantragen können, dies getan haben. Daher ist es wichtig, dass wir weiterhin die Menschen ermutigen, Anträge zu stellen“, so Sprößler weiter.

Was hat sich mit der Wohngeldreform geändert?

Mit der Reform ist nicht nur der Bereich der Berechtigten gestiegen, sondern auch die Höhe der Wohnzuschüsse. Der Wohngeldbeitrag ist um 190 Euro auf durchschnittlich 370 Euro monatlich gestiegen. Der Berechnung des Wohngeldes liegen mehrere Faktoren wie beispielsweise das monatliche Einkommen oder die Anzahl der Haushaltsmitglieder sowie die Höhe der Miete zugrunde. „Mit dem Wohngeld soll Menschen mit einem geringen Einkommen ein angemessenes Wohnen ermöglicht werden und es dient der wirtschaftlichen Sicherung. Daher halte ich die Reform grundsätzlich für angemessen, wichtig und gut. Allerdings sollte es so sein, dass Menschen, die arbeiten gehen oder ihr ganzes Leben gearbeitet haben, sich adäquaten Wohnraum leisten können“, sagt Christel Sprößler.

Informationen zum Wohngeld und der Antragsstellung gibt es im Internet unter Wohngeld: Landkreis Darmstadt Dieburg – Kreisverwaltung (ladadi.de).

(Text: PM Landkreis Darmstadt-Dieburg)